Ein Klassenzimmer im Freien: Wissen, wo das Essen herkommt

Realschule Füssen feiert ihren neu gestalteten Schulgarten

Mitglieder der Schulgarten AG mit deren Initiator Christoph Rehbach (unten Mitte) sowie dem Leiter der Realschule, Andreas Erl (oben Mitte), und Sponsoren im neu gestalteten Schulgarten der Realschule Füssen.
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Mitglieder der Schulgarten AG mit deren Initiator Christoph Rehbach (unten Mitte) sowie dem Leiter der Realschule, Andreas Erl (oben Mitte), und Sponsoren freuen sich über das neue „Klassenzimmer im Freien“.
  • VonAlexander Berndt
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Füssen – Ein „Klassenzimmer im Freien“ hat jetzt die Johann Jakob Herkomer-Realschule in Füssen. Sie feierte nun ihren neu gestalteten Schulgarten.

Den Hebauf des fast fertigen Baus, der einer Laube ähnelt, sowie die Fertigstellung der neuen Hochbeete und eines Gewächshauses feierte jetzt die Füssener Realschule. Mit dem Bauwerk lieferten Niclas Hauser und Stefan Singer schon jetzt eine Art Gesellenstück ab. Schließlich setzten sich die Lehrlinge der Zimmerei Hauser aus Hopferau unter der fachmännischen Aufsicht von Lehrlingsmeister Daniel Haslach damit doch „ein kleines Denkmal“, wofür ihnen nicht nur der Chef der Zimmerei, Florian Hauser, sein großes Lob aussprach.

Auch der Leiter der Schule, Andreas Erl, war voll des Lobes über das drei mal acht Meter geräumige und mit einem Glasdach versehene Holzkonstrukt im ebenfalls neu gestalteten Garten der Realschule. So bezeichnete er das Bauwerk ein „phänomenales Klassenzimmer im Freien“.

Beim Hebauf sprach er deshalb auch „allen Sponsoren meinen herzlichen Dank“ aus. Diese hatten das Projekt entweder finanziell unterstützt oder selbst bei der Errichtung des offenen Holzhäuschens und der Erstellung von mehreren Hochbeeten sowie eines Gewächshauses mitgeholfen. Deren Gesamtkosten bezifferten Erl und der Initiator des Projekts „Schulgarten AG“ an der Realschule, Christoph Rehbach, mit mindestens 20.000 Euro.

Baubeginn steht unter erschwerten Bedingungen

Vollkommen komplett ist der neue Schulgarten, mit dessen Bau wegen der Coronapandemie im Oktober 2020 laut Rehbach unter erschwerten Bedingungen begonnen wurde, aber noch nicht. Schließlich komme noch „ein Kräuterbeet und Obstbäume“ hinzu, erklärte der Projektinitiator. Außerdem sei noch geplant, eine Zisterne sowie einen Zuweg zu dem Häuschen anzulegen, betonte Erl. Später wolle man in dem Häusle viel Zeit verbringen, so Rehbach.

Erl fügte hinzu: „Mit dem Schulgarten wollen wir den Kindern unter anderem zeigen, wo unser Essen herkommt und wie man es selber machen kann.“

Die 13-jährige Luisa Vollmair unterstrich schließlich auch mit den Worten „das hat viel Spaß gemacht“, dass ihr die Arbeit in der Schulgarten AG besser gefallen habe „als jedes andere Fach in der Schule“. Ihr AG-Kollege Niklas Obendorf ergänzte: „Ich finde es gut gelungen und freue mich schon darauf, wenn im nächsten Schuljahr dort Unterricht stattfindet.“

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