Reger Besuch bei "neuem" Stadtfest

Gut musiziert im „Sonnengarten“ (von links): Uwe Walter, Michael Fließ, der Trommlerchef Luis Brugger und Ralf Sieg. Foto: cf

Versprechen eingelöst: das traditionelle Füssener Stadtfest blieb auch unter Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier „bayerisch“ und wurde nicht nur aufgrund tropischer Temperaturen so „heiß wie der Süden“.

Abschied nehmen vom reinen Bierfest und hin zu einem großen Unterhaltungsangebot mit lateinamerikanischen Rhythmen wollte das neue „Format“ des bei Einheimischen und ihren Sommergästen populären Festes. Das drang offenbar sogar bis ganz hinauf in allerhöchste Höhen und klang außerdem äußerst vielversprechend. Da musste auch Petrus mitspielen. Er vertrieb am Himmel tatsächlich jede schwarze Wolke, so dass sich samstags die Erdenbürger aus aller Herren Ländern in der Reichenstraße vor der Hauptbühne, am Schrannenplatz und nicht zuletzt im intimen „Sonnengarten“ ein trockenes Stelldichein geben konnten. Familien mit Kinderwagen, Pärchen, eine asiatische Gruppe mit Sonnenschirm und gestandene Burschen aus Österreich sind nach der Eröffnung durch Bürgermeister Paul Iacob unterwegs in der Stadt, wobei niemand auch sonntags weder Hunger noch Durst leiden musste. „Größte Sorge war, dass Regen kommt“, meinte die gut gelaunte Füssenerin Ulrike Görne an der mobilen Theke vor ihrer Stammkneipe dem „Central“. Ein paar Meter davon entfernt im etwas abgeschirmten Garten der „Sonne“ ging der Rhythmus der Luis Brugger-Trommelgruppe den zahlreichen jungen und jung gebliebenen Gästen im „Garten“ sofort in die Beine. Es rockte richtig am Schrannenplatz und von der Hauptbühne beim Stadtbrunnen klang die Gute-Laune-Musik wechselweise nach Schlager und nach zünftiger Blasmusik. In einer kurzen Erfrischungspause, die Instrumentalisten und Sängern gegönnt wurde, stellten sich die Leoparden des EVF mit Kapitän Eric Nadeau in ihren Trikots für die kommende Saison vor. Sämtliche Eishockeycracks waren der Einladung zum diesjährigen Stadtfest ebenso gern gefolgt wie auch Künstler und fleißige Kunsthandwerker, von denen es in Füssen nicht nur wenige gibt. Kreativ und bunt ging es auch am Stand zu, der Kinder mit Schminke noch fröhlicher aussehen ließ als sie sowieso beim Festbesuch mit den Eltern oder der Oma schon waren.

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