Nach elf Jahren und einem Tag zieht sich Walter Ganseneder als WEZ-Vorsitzender zurück

Das Ende einer Ära

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Hohe Anerkennung für große Verdienste: Harald Husel (stehend rechts) und Helmut Angl (stehend links) verliehen Walter Ganseneder (sitzend rechts) die Ehrenmitgliedschaft im Trägerverein des WEZ, worüber sich auch Anna-Lena Linder (stehend) sowie Carolin Klughammer und Robert Berchtold freuten.

Pinswang/Füssen – „Führen sie diesen Verein weiter, sie tun etwas Gutes“, ermunterte Walter Ganseneder die 30 Anwesenden der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins Walderlebniszentrum (WEZ) Ostallgäu-Außerfern.

Einige Minuten später beendete Ganseneder im Gemeindehaus Pinswang seine exakt elf Jahre und einen Tag lang dauernde Amtszeit als Vorsitzender des Vereins. 

Als Grund nannte der scheidende Vereinsvorsitzende seinen Gesundheitszustand, der es ihm nicht erlaube, so lange weiterzumachen, „wie ich wollte“. Er habe nicht geglaubt, dass er „so Abschied nehmen muss von diesem mir so sehr geliebten Verein“, sagte Ganseneder. Nach großem Beifall der Versammlungsteilnehmer für Ganseneder versprach der zweite Vorsitzende Harald Husel: „Wir kämpfen weiter!“ 

Zu Ganseneders Nachfolger wählten die Anwesenden schließlich den ehemaligen langjährigen Schwangauer Bürgermeister Reinhold Sontheimer. 

Nachdem Husel sowie der dritte Vorsitzende Helmut Angl dem aus seinem Amt scheidenden Ganseneder die Ehrenmitgliedschaft und eine entsprechende Urkunde verliehen hatten, würdigte Forstdirektor Robert Berchtold in seiner Laudatio die „großen Verdienste“ des „alten Hasen“ in der Kommunalpolitik. 

Und während er dabei erklärte, dass „eigentlich mindestens der Heimatminister oder der Ministerpräsident“ solch eine Rede halten müsste, ließ er zahlreiche Aktivitäten und Projekte Revue passieren, für die Ganseneder in der Vergangenheit beim WEZ zumindest mitverantwortlich war. Diese Zeit sei oftmals „relativ spannend“ gewesen, betonte Berchtold die gemeinsame Zusammenarbeit mit „meinem Freund“. Diese sei „ganz grandios“ gewesen. 

Schließlich zollte er Ganseneder seinen Respekt dafür, „was sie verantwortet haben“ und betonte: „Sie waren der geborene Vorsitzende!“

Mehr Besucher

 Voll des Lobes für Ganseneder war auch WEZ-Geschäftsführerin Carolin Klughammer, die dem scheidenden Vereinsvorsitzenden nicht nur für sein „Wissen und seine Erfahrung“ dankte, mit denen er ihr in den vergangenen drei Jahren geholfen habe. 

In ihrem Rechenschaftsbericht über das Jahr 2016 freute sich die Geschäftsführerin des WEZ vor allem über die im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent gestiegene Besucherzahl des Baumkronenwegs. 

Insgesamt besuchten ihn im vergangenen Jahr 109.000 Menschen. Zwar leide der Weg mittlerweile unter einigen Schäden, weshalb man ein Wartungskonzept ausgearbeitet habe. Dieses sehe vor, diverse Baumängel bis in zwei Jahren beheben zu lassen, da dann „fünf Jahre Gewähr“ darauf abliefen. Seit seiner Eröffnung 2013 haben Carolin Klughammer zufolge 465.000 Gäste den Baumkronenweg besucht. 

Für heuer kündigte sie „einige Wanderausstellungen“ im WEZ genauso an wie den Bau eines Imbiss-Kiosks. Dieser soll demnach am 1. Juli in Betrieb gehen. „Das schaffen wir.“ Ihren Optimismus schöpfte die WEZ-Geschäftsführerin dabei wohl nicht nur daraus, dass Kassier Michael Schmück der Versammlung ein „gutes finanzielles Ergebnis“ vortrug.

 Auch Husels Aussage am Schluss der Versammlung passte dazu. Er erklärte, dass das Füssener WEZ „eine wunderbare Erfolgsgeschichte“ geworden sei. Und das nicht zuletzt wegen Walter Ganeseneder. 

lex

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