"AllgäuMan" in Füssen: Uwe Kauntz will in diesem Jahr 1000 Hindernisse überwinden

"Es wird sicher eng"

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Erschöpft aber glücklich: Uwe Kauntz nach einem seiner zahlreichen Hindernisläufe.

Füssen – Uwe Kauntz aus Kirchheim hat in diesem Jahr bereits fünf Mal das Ziel bei einem Hindernislauf erreicht. Am Samstag, 19.März, wird er bei seinem jetzt sechsten Saison-Start in Füssen eine Premiere feiern – und einen weiteren Schritt in Richtung seines ganz persönlichen Rekords machen: Kauntz will in dieser Saison tausend Hindernisse überwinden.

Die Zahl 1000 klingt zunächst abstrakt. Doch wenn man weiß, dass bei einem typischen Rennen wie dem „AllgäMan“ etwa alle 800 Meter ein Hindernis steht, lässt sich ausrechnen: Um sein Ziel zu erreichen, muss Uwe Kauntz heuer rund 800 Laufkilometer bewältigen, also gut 19 Marathons – und das nur bei Wettkämpfen.

 „Ich weiß nicht, ob ich die 1000 Hindernisse schaffe, das wird sicher eng“, weiß der Kirchheimer, dessen Terminkalender für dieses Jahr schon jetzt vollgepackt ist: Bis Juli warten 18 Rennen – vom Fünf-Kilometer-Lauf bis zum „Braveheart Battle“ in Nordbayern über fast 30 Kilometer mit gut 50 Hindernissen.

Zunächst steht am Samstag aber der „AllgäuMan“ in Füssen auf dem Programm. Dort erwarten ihn rund 30 natürliche und andere Hindernisse – verteilt auf 16 Kilometer rund um die Altstadt Füssen und durch den abgelassenen Forggensee. Kampferprobte Krampusse sollen den Läufern das Leben außerdem schwer machen. Rund 400 Teilnehmer werden es „auf jeden Fall sein“, teilten die Veranstalter im Vorfeld mit. Wer den Anmeldeschluss verpasst habe, sollte klären, ob am Starttag eine Nachmeldung noch möglich wäre.

 „Ich bin in meiner Altersgruppe bereits für die WM und EM qualifiziert“, erklärt Kauntz im Gespräch mit dem Kreisbote. Seine Teilnahme beim Füssener „AllgäuMan“ sei demzufolge in der Tat „das reinste Vergnügen“. Begleitet wird er dabei von Angelina. Die Elfjährige hat sich daran gewöhnt, dass sich ihr Papa als athletischer Sportler mit einem Siegerlächeln im Gesicht schmutzig macht.

Läufer helfen sich

 Dabei baut Kauntz auch auf die Unterstützung durch Gleichgesinnte. Wie er erzählt, haben er und andere Hindernisläufer sich bei früheren Läufen kennen gelernt. „Über Social Media halten wir zwischen den Läufen locker den Kontakt und wir werden uns auch in Füssen gegenseitig helfen, um bis zum Schluss im Rennen zu bleiben.“

Angefangen hat der Kirchheimer als Marathonläufer. „Vor zwei Jahren habe ich erstmals an einem großen Hindernislauf teilgenommen“, erzählt er begeistert. „Das war der Spartan Race, der im Münchener Olympiapark stattfindet.“ Hier geht es stets querfeldein, bergauf und bergab. Klettergerüste und Wassergräben lassen die Strecke wie einen Spielplatz für Erwachsene aussehen. „Man braucht nicht nur Ausdauer, sondern auch viel Kraft“, weiß Kauntz aus Erfahrung.

 In Füssen betrete er Neuland, sagt er. „Natürlich war ich schon zu Besuch da und kenne die Königschlösser. Jetzt reise ich am Vorabend dieses Laufwettbewerbs ins Allgäu, der mir bestimmt auch deshalb gefallen wird, weil am Start einige bekannte Gesichter sind“ – und sich im Laufe des Tags in Füssen neue Bekanntschaften ergeben werden.

Lauf durch Fußgängerzone

 Mittlerweile wird das Sport-Event von vielen heimischen Unternehmen unterstützt.

Folglich haben sich für die beiden Veranstalter Maximilian Elsner und Timo Zimmermann neue Möglichkeiten ergeben, um kommenden Samstag „zu einem noch größeren Erlebnis für die Teilnehmer und die zahlreich erwarteten Zuschauer zu machen“, wie es hier heißt. „Nach der ersten Veranstaltung 2015 wurden wir durchs positive Feedback darin bestärkt, den ‚AllgäuMan‘ mit Start und Ziel unten am Forggensee erneut zu organisieren und dann zur Teilnahme einzuladen“, so Maximilian Elser aus dem Organisationsteam. „Die Laufstrecke führt – und das ist dieses Jahr neu – auch durch die Füssener Fußgängerzone, die Reichenstraße.

 „Wir sind sehr dankbar darüber, dass uns die Stadt Füssen bei der Umsetzung unterstützt“, ergänzt Event-Partner Timo Zimmermann. Damit Teilnehmer und Zuschauer in Füssen und am See möglichst sämtliche Hindernisse entlang der Strecke sehen können, wird ein kostenloser Shuttle-Service angeboten, der zwischen Innenstadt und Forggensee pendelt.

Chris Friedrich

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