Vils sticht Starkbierfass an

Wahlprogramm bleibt gleich

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Elmar Triendl (rechts) und Max Kaiser als Mitwirkende der Theaterspieler aus Vils.

Vils – Es war so ganz nach dem Geschmack der Gäste aus Nah und Fern – der Starkbieranstich im Stadtsaal. Schmissige Musik mit der „Muvi“ Brass, eine Gruppe von Musikern aus Musau und Vils, Sketche mit dem Vilser Theaterern und als Höhepunkt des Abends die „Predigt“ von „Religionsprofessorin“ Renate Thurner.

Stadtpfarrer Rupert Bader war es vorbehalten, als einer der Initiatoren des Abends, die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft zu begrüßen. Unter ihnen waren diverse Bürgermeister aus der näheren Umgebung – „Bürgermoaschter Luis Oberer isch id da, i woaß id was der do bei eis fürchtet“ – als Vertreter der Wirtschaftskammer Reutte Bezirksobmann Christian Strigl und Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Winkler und die Vertreterinnen aus dem Außerfern im Nationalrat und dem Bundestag, Liesi Pfurtscheller und Sonja Ledl-Rossmann.

Kugelsichere Weste und Stahlhelm

Gut gelaunt war auch Bürgermeister Günter Keller, der zwar einiges von Putzfrau „Elvira“ an Bosheiten einstecken musste, sich aber davon nicht weiter beeindruckt zeigte. Für den Notfall, so seine Worte, habe er schon „kugelsichere Weste und Stahlhelm“ parat. Jedoch monierte er, dass die Musikkapelle den bayerischen Defiliermarsch „ohne seine ausdrückliche Genehmigung“ gespielt habe.

Ferner betonte er, dass seine kurze Ansprache im Vilser Dialekt nicht bedeute, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei. Seine besondere Nähe zum Vilser Pfarrer Bader kommentierte er mit den Worten „solang der Pfarrer des tuat was i sag’, hamm mir des beschte Verhältnis“.

Wo sind die Frauen?

Ja und dann das Original – die „unabhängige“ Putzfrau „Elvira“: Sie machte sich Sorgen über die mangelnde Präsenz der Frauen im neuen Gemeinderat. Ob hier wohl der „Frauenversteher“ Keller schuld ist, dass sich mit Dagmar Melekusch nur eine Frau für einen Sitz im Stadtgemeinderat bei der Kommunalwahl am 28. Februar bewirbt?

 Aber mit ihr bekäme die Kultur eine Lobby. „Frauen in der Politik – ja wo sind sie nur?“, fragte sie. Weitere Ansatzpunkte ihrer „Festrede“ waren der Ausflug des Gemeinderats nach Italien, Gestaltung des Stadtplatzes mit oder ohne Brunnen und die „ökologischen Fußabdrücke“ des Gemeinderats Lorenz.

Ins Fadenkreuz gerieten auch die Wahlprogramme der Bürgermeister für die Kommunalwahl: „Wenn i mir die Programme vo deane oschaug, sind es die gleiche wia beim letschte Mol – sie hand halt in deane letschte sechs Johr id des g’schafft, was sie all’s versproche hand“, stellte sie süffisant fest.

ed

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