An Fronleichnam verunglücken gleich fünf deutsche Motorradfahrer im Außerfern und verletzen sich schwer

Schwarzer Feiertag für Motorradfahrer

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Mindestens vier der fünf verunglückten Motorradfahrer wurden schwer verletzt und mussten in Krankenhäuser geflogen werden.

Reutte – Mehrere schwere Motorradunfälle ereigneten sich an Fronleichnam im Außerfern. Dabei wurden nach Angaben der Tiroler Polizei mindestens vier Menschen schwer verletzt.

Zunächst kam ein 43-jähriger Motorradfahrer aus Deutschland auf der Namloser Landesstraße L21 zwischen Stanzach und Namlos in einer Linkskurve ins Schleudern. Er stürzte, rutschte über den linken Fahrbahnrand und von dort über die etwa 50° steile Böschung etwa 30 Meter in Richtung Karbach ab, ehe er schwer verletzt liegen blieb. Andere Motorradfahrer leisteten sofort erste Hilfe. 

Auf Grund des schwierigen Steilgeländes musste neben der Feuerwehr auch die Bergrettung anrücken. Nach der Erstversorgung wurde der Mann mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Reutte geflogen. Die Straße war für die Dauer der Bergung des Verletzten für etwa eine Stunde gesperrt.

Am Nachmittag ereignete sich wieder auf der L21, diesmal im Gemeindegebiet von Kelmen, ein weiterer Unfall. Ein 36-jähriger Deutscher verlor zwischen Namlos und Kelmen in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Zweirad, nachdem er zuvor ins Bankett geraten war. Er stürzte in einen Graben und verletzte sich an beiden Beinen und am Rücken. Der Verletzte musste mit dem Hubschrauber ins Klinikum Murnau geflogen werden. 

Ebenfalls mit schweren Verletzungen musste eine 22 Jahre alte Deutsche nach Murnau geflogen werden, die auf der B199 bei Weißbach verunglückte. Nach dem Überholen eines Autos streifte sie seitlich die Begrenzungsmauer und stürzte.

Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich am Nachmittag bei Heiterwang auf der B179. Ein 53–jähriger Deutscher fuhr mit seine Frau in Richtung Fernpass. Nach Überholen eines Wohnmobils geriet der Mann über den rechten Fahrbahnrand hinaus. In weiterer Folge stürzte er mit dem Motorrad in den etwa zwei Meter tiefen Straßengraben. 

Sowohl der Lenker als auch die Mitfahrerin wurden bei dem Sturz vom Motorrad geschleudert, wobei die Frau auf dem direkt neben der B179 führenden Bahngleis der ÖBB schwer verletzt zu liegen kam. Das Motorrad kam nach ca. 75 Metern total beschädigt zum Stillstand. 

Ein zufällig vorbei kommender Arzt nahm die Erstversorgung vor und setzte die Rettungskette in Gang. Die Frau wurde mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Innsbruck, der ebenfalls schwer verletzte Mann ins Bezirkskrankenhaus nach Reutte eingeliefert.

kb

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