Kommune will härter gegen Falschparker vorgehen

Gemeinde Schwangau will härter gegen Falschparker vorgehen

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Klare Ansage: Wohnmobile dürfen hier nachts nicht zum Übernachten abgestellt werden. Dass diese Vorgaben auch eingehalten werden, soll künftig strenger überwacht werden.

Schwangau – Seit dem ersten August hat der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland (KDZ) auch den ruhenden Verkehr in Schwangau im Visier.

In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) bekannt, dass ab sofort auch Falschparker verfolgt würden und die Rettungs- sowie Fluchtwege verstärkt überwacht werden sollen. Wer auf der B17 von Schwangau nach Buching fährt, hat den Blitzer in Mühlbach vielleicht schon stehen sehen oder bereits teure Fotos erhalten, wenn die vorgeschriebenen 70 km/h nicht eingehalten wurden. 

Seit geraumer Zeit schon übernimmt der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland die Überwachung des fließenden Verkehrs, auch in hoheitlicher Eigenschaft für die Polizei, und ahndet zu schnelles Fahren. Damit gehört Schwangau zu einer von über 100 (oberbayerischen) Gemeinden, die diese Aufgaben an das KDZ ausgelagert haben. 

Nun hat die Kommune dem KDZ auch die Überwachung des ruhenden Verkehrs übertragen, sprich, parkende und stehende Autos. Und vor allem soll der Zweckverband mit Sitz in Bad Tölz verstärkt Feuerwehranfahrtzonen und -zufahrten überwachen, Engstellen sowie Rettungs- und Fluchtwege für den schnellen und reibungslosen Einsatz und diese damit frei von behindernden Fahrzeugen halten. 

Keine Dauerparker

Auch der Zweckentfremdungen von Kurzzeitparkplätzen durch Dauerparker will man damit entgegentreten, wie Rinke in der Gemeinderatssitzung deutlich machte und dadurch die Umschlaghäufigkeit und Nutzbarkeit der Parkflächen wieder erhöhen. Halteverbote zur Vermeidung von Verkehrsstaus und zum möglichst reibungslosen Ablauf des Personennahverkehrs sollen künftig ebenso intensiv überwacht werden, wie das noch immer arglose Zuparken von Fuß- und Radwegen. 

Das Wildparken von Wohnmobilen auf den Parkplätzen in der Gemeinde und am Tegelberg sollen darüber hinaus konsequenter geahndet werden.

Kein Parken in der Nacht

Neben den Rettungswegen hat man dabei besonders Wohnmobilisten im Visier, die etwa an der Therme und am Tegelberg nicht nur parken, sondern dort auch häufig – allerdings in Ermangelung adäquater Plätze in der Kommune – übernachten. Das KDZ werde mit Streifendiensten die Einhaltung der Vorschriften umsetzen, kündigte Rinke an. 

Nicht zuletzt deshalb hat die Verwaltung an den Parkplätzen die Beschilderung verändert und etwa an der Therme das Nachtparkverbot betont. Damit solle nicht das Gemeindesäckel finanziert oder saniert werden, betonte Rinke. Mit dem KDZ habe die Kommune aber eine schlagkräftige Truppe an der Seite. Weshalb der Einwand, dass man einen weiteren Stellplatz für Wohnmobile benötige, zunächst auch nicht weiter diskutiert wurde. 

Andere Gemeinderäte meinten denn auch, dass es sich in der betroffenen Szene wohl schnell herumsprechen werde, wenn das Parken an entsprechender Stelle teuer geahndet werde. Verwaltungschef Rinke meinte dazu, dass er aus dem Stehgreif auch keine Stellplatzlösung anbieten könne.

Um Wildparker abzuhalten, wurden heuer jedenfalls wieder Seile entlang der Schlossstraße gespannt, so dass dort nicht mehr gehalten werden kann, um Fotos von Neuschwanstein zu machen oder die doch recht saftigen Parkplatzpreise in Hohenschwangau zu umgehen.

gau

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