"Reutte – Reschen – Rom" Ungewöhnliches im Bayerischen Fernsehen: Ein Mix verschiedener Genres als spannendes Experimet – Alles begann in Schwangau...

Die neue Dokufiktion „Entlang der Reschenstraße, Reutte-Reschen-Rom“ im Bayerischen Fernsehen (Teil 1 am 04.11., 00:10 Uhr, Teil 2 am 11.11., 00:10) nimmt sie mit auf eine Reise über den Reschenpass Richtung Süden. Es ist das Abenteuer zweier junger Menschen, die sich auf die Spuren ihrer Kindheit begeben.

Felix möchte raus aus seinem Alltagstrott, raus aus Schwangau, dem kleinen Dorf in dem er aufgewachsen ist. Es engt ihn ein, langweilt ihn. Er will Neues erleben und sich treiben lassen. Er erinnert sich zurück an die Zeit, als er in den Sommerferien mit den Eltern früh morgens in den Urlaub aufbrach, um Richtung Süden zu fahren. Der Weg führte über den Reschenpass. Aus Zeitmangel fuhren die Eltern früher an vielen Plätzen vorbei, die Felix reizten. Er beschließt, sich jetzt auf diese Spuren zu begeben. Einfach losfahren und dort stehen bleiben, wo es scheinbar unspektakulär ist, wo man früher immer nur vorbei fuhr. Die alte Römerstraße Via Claudia Augusta soll ihn leiten, ihm spannende Orte zeigen und ihn zu interessanten Leute führen. Plötzlich steht am Straßenrand eine junge Tramperin. Eigentlich wollte er alleine sein, trotzdem entschließt er sich, sie mitzunehmen. Obwohl die beiden sich nicht kennen, sind sie sich nicht fremd. Gemeinsam lassen sich auf das Abenteuer ein – eine Reise ohne Ziel. „Entlang der Reschenstraße“ ist ein Experiment des Bayerischen Fernsehens, neue und vor allem junge Formate ins Programm einzubinden. Es ist ein Mix der verschiedenen Genres und passt somit in keine Schublade. Mal ist die Reihe Reisedokumentation, mal Reportage, und manchmal ist die Reihe der Schwangauer Produktionsfirma smac media ein Stück weit Roadmovie. Der von den Darstellern selbst gesprochene Text kommt ausschließlich aus dem OFF, so lassen sie den Zuschauer an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Die am Rande erzählte fiktionale Liebesgeschichte zweier junger Menschen die langsam zueinander finden ist nur angedeutet. Die Menschen, auf die sie treffen, kreuzen zufällig ihren Weg, und greifen dadurch aktiv ins Geschehen ein. Um eine Maximum an Authentizität zu erreichen, wird gezielt auf die Recherche verzichtet. So entwickelt sich eine spürbare Eigendynamik, die den Fortgang der Geschichte lenkt. Allmählich verschwimmt die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion. Die ersten zwei Folgen à 30 Minuten bilden den Anfang einer Reise, die weiter bis nach Rom führen soll. Das auf Digi-Beta und HDV gedrehte Material wird durch Sequenzen einer kleinen Hand-Kamera unterstützt und mit Fotostrecken durchmischt. Dieser aufwändige Mix verleiht dem Format einen unkonventionellen Look. „Entlang der Reschenstrasse“ soll ein breites Publikum ansprechen, doch vor allem auch jüngere Zuschauer mit „Fernwehgedanken“ sollten die zwei Pilotfolgen nicht verpassen. (Quelle: BR)

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