1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Füssen

Tiroler und bayerische Behörden lassen Drogendealer-Ring hochgehen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Matz

Kommentare

PantherMedia/Piotr Łatacha
Kokain und über 100.000 Euro Bargeld haben österreichische und deutsche Fahnder jetzt im Bezirk Reutte uns Innsbruck sicher gestellt. © Symbolfoto: PantherMedia/Piotr Łatacha

Innsbruck/Reutte - Zusammen mit der deutschen Polizei ist österreichischen Fahndern ein Schlag gegen einen Drogenschmuggler-Ring gelungen. Die Drogen kamen aus Bayern.

Drogenfahnder im Stadtpolizeikommando Innsbruck ermittelten nach Angaben der Tiroler Polizei von heute bereits seit Sommer 2021 gegen ein in Innsbruck wohnhaftes Pärchen im Alter von 29 und 23 Jahre, das im Verdacht stand, regelmäßig Kokain in Deutschland gekauft und in weiterer Folge aus dem bayerischen Raum nach Österreich eingeführt zu haben.

Das Kokain soll dann im Raum Innsbruck sowie im Bezirk Reutte an verschiedene Konsumenten verkauft worden sein. In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Reutte und den deutschen Polizeibehörden wurden umfangreiche Ermittlungen geführt sowie Telefonüberwachungs- und Observationsmaßnahmen veranlasst, teilten die Behörden heute Vormittag mit.

Ende November 2021 nahmen die Ermittler das Pärchen schließlich nach einer geplanten Drogenbeschaffungsfahrt in Deutschland nach dem Grenzübertritt nach Österreich im Bezirk Reutte fest. Dabei fand die Polizei insgesamt 500 Gramm Kokain bei den Verdächtigen.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse werden die beiden Personen verdächtigt zumindest zwischen April 2021 und November 2021 durchschnittlich zumindest zweimal pro Monat eine derartige Beschaffungsfahrt vorgenommen zu haben.

Im Zuge einer Hausdurchsuchung bei einem in Innsbruck wohnhaften mutmaßlichen Mittäter stellten die Fahnder zudem ca. 20 Kilogramm Cannabiskraut, ein Kilogramm Cannabisharz, ca. 32.000 Euro aus Drogengeschäften sowie eine geringe Menge XTC und weitere Drogen sicher. Der mutmaßliche Mittäter, dessen Lebensgefährtin sowie ein weiterer dort wohnhafter 31-jähriger wurden ebenso festgenommen.

Das sichergestellte Cannabiskraut und Cannabisharz konnte in der Folge einem niederländischen Kurier zugeordnet werden. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge schmuggelte dieser über den Landweg von den Niederlanden aus etwa 30 Kilogramm Cannabiskraut und ein Kilogramm Cannabisharz nach Tirol ein.

Insgesamt nahmen die Behörden unter der Leitung des Stadtpolizeikommandos Innsbruck fünf Beschuldigte fest und lieferten sie in die Justizanstalt Innsbruck ein.

In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden konnten weiters zwei getrennt arbeitende Drogen-Lieferanten in Deutschland ermittelt und festgenommen werden. Dabei konfiszierte die Polizei ein Bargeldbetrag in Höhe von insgesamt ca. 106.000 Euro, der ebenfalls der österreichischen Gruppierung zuordenbar ist.

Drei der fünf festgenommenen Personen werden darüber hinaus verdächtigt, mindestens 18 Stück Blanko-Impfpässe mit einem „Covid19-Impfstoff“-Pickerl in Deutschland erworben, in weiterer Folge verfälscht und weiterverkauft zu haben. Dazu konnten die gefälschten Impfpässe zum Teil im Zuge der Festnahmen aufgefunden und sicherstellt werden.

Was die Polizei sicher gestellt hat:

- Drogen mit einem Straßenverkaufswert von ca. 250.000 Euro
- ca. 520 Gramm Kokain (Reinheit zwischen 70 und 77 Prozent)
- ca. 20 Kilo Cannabiskraut
- ein Kilo Cannabisharz
- 84 Stück XTC Tabletten
- geringe Mengen Ketamin und Pilze
- 32.000 Euro in Österreich
- 106.000 Euro in Deutschland

Auch interessant

Kommentare