Reutte: "Wochenklinik Urologie" läuft an

Pilotprojekt startet

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Verwaltungsdirektor Dr. Dietmar Baron (Reutte), Professor Dr. Udo Nagele (Hall), sowie Dr. Michael Hass, ärztlicher Direktor Dr. Eugen Ladner, Pflegedirektor David Heitzinger und Obmann Aurel Schmidhofer (alle Reutte) freuen sich über die nun erfolgte Umsetzung des Projekts „Wochenklinik Urologie“.

Reutte – Zwar zeichnete sich erst Anfang 2016 aus dem abermals modifizierten österreichischen „Strukturplan Gesundheit“ die Möglichkeit der Führung einer „Wochenklinik Urologie“ im Bezirkskrankenhaus Reutte anstatt der bisherigen Tagesklinik ab. Doch innerhalb kürzester Zeit konnte das Projekt verwirklicht werden.

Der lange Weg, den Fachbereich Urologie organisatorisch neu aufzustellen, hat sich mit der seit Januar vorliegenden „Krankenanstaltenrechtlichen Genehmigung“ gelohnt und die „Wochenklinik Urologie“ kann nun nach den entsprechenden Vorarbeiten anlaufen.

Da das BKH Reutte als erstes Krankenhaus in Tirol den entsprechenden Antrag zur Führung einer solchen Klinik gestellt hatte, war das Verfahren zeitaufwändig und intensiv. Die entsprechenden Entwürfe zur Zusammenarbeit mit der Urologie in Hall i. T. reichten zum Teil bis ins Jahr 2006 zurück.

„Der Geduld der beiden Verantwortlichen, Professor Dr. Udo Nagele aus Hall und Dr. Michael Hass aus Reutte, der seit 1999 vor Ort in der Urologie arbeitet, ist es zu verdanken, dass das Vertragswerk nun unter Dach und Fach ist“, sagte Aurel Schmidhofer, Obmann des Gemeindeverbands, der als Träger das Haus führt, beim offiziellen Start in der vergangenen Woche.

Damit sei die bestmögliche Versorgung für die Außerferner Bevölkerung auf dem Gebiet der Urologie gesichert. Kooperation mit Hall Die im Vorfeld von allen Beteiligten ausgehandelten Absprachen mussten in den vergangenen Wochen und Monaten durch schriftliche Verträge abgesichert werden. Kernstück der „neuen Urologie“ ist eine schriftlich fixierte Kooperation mit einer „großen Abteilung“ im vorliegenden Fall der Abteilung für Urologie am Landeskrankenhaus Hall. 

Das dortige LKH stellt dafür seine „Standard Operating Procedures“ (SOP) zur Verfügung, nach denen auch im BKH Reutte gearbeitet wird. Die Überprüfung der Einhaltung der SOP’s, sowie der Kontakt in Einzelfallbesprechungen erfolgt ebenfalls mit dem LKH Hall. 

Durch die enge Vernetzung werden ortsferne Behandlungen, wie Operationen im Prostata- und Blasenbereich auf ein mögliches Minimum reduziert. Alle an dem bis 2022 laufenden „Pilotprojekt“ Beteiligten zeigten sich in der vergangenen Woche sehr zufrieden über die Tatsache, dass der Spagat zwischen sehr guter und tirolweit vergleichbarer Medizinischer Versorgung vor Ort gelungen ist.

ed

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