Mit Zusammenhalt und Durchhaltevermögen

40 Jahre Kaufmannschaft Reutte

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Karlheinz Häsele (4. v. l.) und Peter Müller (3. v. re.) werden aufgrund ihrer Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dazu gratulieren die Vorstandsmitglieder der Kaufmannschaft und Reuttes Bürgermeister Alois Oberer (links).

Reutte – Die Kaufmannschaft Reutte ist eine Erfolgsgeschichte, aber das war nicht immer so: Widerstände bei der Gründung aus Innsbruck, Abfluss der Kaufkraft ins nahe gelegene Allgäu und Bestellungen per Knopfdruck im Wohnzimmer – Einkauf per Internet.

Vergangene Woche feierte sie nun ihr 40-jähriges Bestehen. Mit Zusammenhalt und Durchhaltevermögen nach dem Motto „Stärke durch Gemeinschaft” und „Miteinander und nicht Gegeneinander” wurde es geschafft, die Kraft von Betrieben, Einzelhändlern, Handwerkern und Dienstleistern über vier Jahrzehnte zu bündeln und zum sichtbaren Erfolg zu führen.

 „Es hat Spaß gemacht und deswegen bin ich nach über elfjähriger Zeit als Obmann immer noch da”, sagte Christian Senn. In der heutigen Zeit gelte es mehr denn je den wirtschaftlichen Fokus auf den Ortskern zu lenken. Aber auch die Öffnung der Kaufmannschaft in die Naturparkregion von Weißenbach bis Vils sei eine Entscheidung gewesen, die Marktgemeinde für den Kunden interessanter zu gestalten. 

Aufrufe der Kaufmannschaft mit dem Slogan wie „Sei g’scheit – kauf heimisch” hätten ihre Wirkung nicht verfehlt. „Wir haben in den letzten Jahren einen Gegenstrom aktiviert und, wie die Teilnahmekarten an der Weihnachtsverlosung zeigen, gewonnen”, stellte Senn fest. 

Die Vorteile der Kaufmannschaft seien offensichtlich, angefangen bei Auftritten im Internet über Werbemöglichkeiten in der Kaufmannszeitung „Der Reuttener” bis hin zu gemeinschaftlichen Aktionen wie Einkaufsmeile, Oster- und Muttertagsaktionen so wie die eben laufende Weihnachtsaktion. 

Moderator Christian Strigl war es nicht nur vorbehalten durch den Abend im „Neuen Storfwirt” zu führen, er bat auch altgediente „Kaufmannschaftler” wie Willi Sorg, Karlheinz Häsele, Peter Müller und Helmut Lagg vors Mikrofon, um von ihnen zu erfahren, wie sie die vergangenen Jahre und Jahrzehnte der Kaufmannschaft erlebt haben. 

Dabei kamen auch so manche Anekdoten ans Tageslicht. Willi Sorg erinnerte beispielsweise an die Gründung des Marktfests und Peter Müller an die Installierung der Weihnachtsbeleuchtung gegen so manche Widerstände. 

Es war ein abwechslungsreicher Abend mit einigen Pointen und die Gewissheit, dass die Kaufmannschaft Reutte auch in den kommenden Jahren ihre Daseinsberechtigung hat: Sie ist das Sprachrohr für rund 150 Unternehmerinnen und Unternehmer, die darauf vertrauen können, dass ihre Anliegen bei der Führung der Kaufmannschaft ein offenes Ohr finden – zu ihrem Wohl und zum Wohl der Marktgemeinde Reutte.

ed

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