Die Fußgängerzone ist Reizthema bei der Generalversammlung der Reuttener Kaufmannschaft

Kaufmannschaft-Obmann Christian Senn zeigt sich mit dem Verlauf des vergangenen Vereinsjahres zufrieden. Foto: ed

Reutte – Die Werbe- und Aktionsgemeinschaft Reuttener Kaufleute sieht sich insgesamt auf einem guten Weg in die Zukunft. Bei der Generalversammlung im Hotel „Mohren" kritisierten die Kaufleute aber die Idee „temporäre Verkehrsberuhigung" im Untermarkt von Bürgermeister Alois Oberer.

Nach dem Rückzug von Graziella Herzog aus der Vorstandschaft wurde mit Anneli Lagg die Position des Schriftführers neu besetzt, als Stellvertreter fungiert Wolfgang Wohlgenannt.  Die Weihnachtsaktion 2011, die Ende November diesen Jahres mit Preisen im Wert von rund 10.000 Euro erneut anlaufen wird, war neben der grenzüberschreitenden Aktion zu Ostern und anlässlich des Muttertags wieder sehr erfolgreich. Auch gesellschaftspolitische Veranstaltungen wie der Vereinsabend unter dem Motto „Feuerabend" und der Brauchtumsabend „Kultur durch Törggelen" in der Klause waren weitere Höhepunkte. Weiter teilte Senn mit, dass die Weihnachtsbeleuchtung in Kooperation mit der Marktgemeinde neu konzipiert wird.

Über die strategische Ausrichtung der Ortsplanung referierte Ortsplaner Armin Walch. Sein Kernsatz war „die Stärkung des Zentrums erhöht die Frequenz". Dazu gehören Stärkung des Wohnbaus und ein vernünftiger Branchenmix bei den Geschäften. „Das städtebauliche Ensemble Untermarkt ist ein Juwel, das es zu nutzen gilt. Auch wenn sich hier manches Spannungsfeld auftut" kommentierte er die Situation. 

Zum Dauerbrenner „Verkehrsberuhigung Untermarkt" nahm Reuttes Bürgermeister Alois Oberer ausführlich in seinen Überlegungen Stellung. Kritisch wurde von der Versammlung seine Idee einer „temporären Verkehrsberuhigung“ außerhalb der Geschäftszeiten im Untermarkt aufgenommen. 

Auf weite Sicht könne dies Belebung, Stärkung und Attraktivierung bringen. „Was hilft uns eine Verkehrsberuhigung, wenn die Geschäfte geschlossen sind" war eines der Gegenargumente. Eine gute Resonanz durch die Wirtschaftsförderung machte Oberer bei der Renovierung von Gebäuden am Obermarkt aus. Auch der Wohnungsbau im Ortszentrum sei sehr erfolgversprechend. Auf den Weg gebracht werden soll nach seinen Worten auch ein „Fahrradwegekonzept" für die Marktgemeinde Reutte in Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Talkessels, mit dem Ziel zur „fahrradfreundlichsten Region“ Tirols aufzusteigen. ed

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