Rieden will investieren und weiter Schulden abbauen

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Gut schaut es derzeit bei den Finanzen der Gemeinde Rieden am Forggensee aus.

Rieden a. F. – Bürgermeister Max Streif und der Riedener Gemeinderat dürften das gerne gehört haben: „Alles im grünen Bereich“, erklärte Wolfgang Stöger, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Roßhaupten, zu der Rieden gehört, als er den Haushaltsplans 2018 sowie die Finanzplanung bis 2021 vorstellte.

So war es kein Wunder, dass das Gremium den gesamten Plan für das laufende Haushaltsjahr inklusive des Finanz- und Investitionsplans für die nähere Zukunft einstimmig beschloss.

Zum Haushaltsplan erläuterte Stöger, dass dieser im Verwaltungshaushalt mit einer Summe von ungefähr 3,5 Millionen und im Vermögenshaushalt mit etwa 1,7 Millionen Euro abschließe. Dabei unterstrich er: Kreditaufnahmen für Investitionen und deren Förderungsmaßnahmen seien nicht vorgesehen. Außerdem machte er deutlich, dass die Finanzplanung der Gemeinde „insbesondere die finanzielle Leistungsfähigkeit trotz hoher Investitionen über das laufende Haushaltsjahr hinaus für die nächsten Jahre“ aufzeige. 

Schulden abbauen 

Sowohl im Haushaltsplan als auch im Finanz- und Investitionsplan seien im Vermögenshaushalt „mehrere Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerungen berücksichtigt“ worden. Dazu zählten etwa Pflasterungen im Ortsbereich, der Ausbau mehrerer Wege und die Gestaltung des Friedhofsumfeldes. 

Neben weiteren Baumaßnahmen seien auch Kosten für den Bau eines Mehrzweckgebäudes am Dorfplatz, einer Kinderkrippe und den Neubau des Feuerwehrhauses im Finanzplan enthalten. „Bei allen Investitionen wurden dabei auch die Folgekosten berücksichtigt“, versicherte Stöger und kündigte an, dass weiterhin auch „am konsequenten Schuldenabbau“ festgehalten werde. 

So soll der Schuldenstand der Gemeinde Rieden bis zum 31. Dezember 2021 auf ungefähr 277.000 Euro sinken. Zum gleichen Zeitpunkt sollen die Rücklage rund 1,1 Millionen Euro betragen. Es bestehe weiterhin „Spielraum für die Erfüllung der gemeindlichen Aufgaben“, betonte der Kämmerer. 

Bauvorhaben genehmigt 

In dieser Gemeinderatssitzung billigten die Räte außerdem ein Bauvorhaben der Firma „Prometall“ zur Errichtung von 20 Parkplätzen im Gewerbegebiet „Im Tal“. Darüber hinaus stimmten sie der Empfehlung des Bauausschusses hinsichtlich einer Voranfrage zum Anbau eines Wintergartens an ein Wohnhaus an der Bergblickstraße zu. Diese genehmigten sie gleichfalls ohne Gegenstimme. Dieser Wintergarten müsse allerdings auf jeden Fall über ein Glasdach verfügen, erklärten sie.

Alexander Berndt

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