Erfolgsgeschichte soll fortgesetzt werden

Festspielhaus Füssen stellt Programm für das zweite Halbjahr vor

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Die unter dem neuen Eigentümer Manfred Rietzler begonnene Erfolgsgeschichte soll auch in diesem Jahr fortgeschrieben werden.

Füssen – Mit spektakulären Kulissen und atemberaubenden Ausblicken ist ja durchaus zu rechnen, wenn das Festspielhaus Füssen zur Programmvorschau lädt.

Von der Königsloge aus bot sich den Pressevertretern vergangenen Samstagabend tatsächlich ein majestätischer Blick auf Schloss Neuschwanstein und die verschneite Bergkette um Säuling und Tegelberg. Perfektes Timing also für Geschäftsleitung und Programmmacher des Veranstaltungshauses am Forggensee, Lust auf ein vielfältiges und unterhaltsames zweites Festspielhalbjahr zu machen. 

Dieses Programm verspricht – wie der Ort an sich – erneut Emotionen zu wecken. Zum einen setzen Festspielhaus-Inhaber Manfred Rietzler und sein Theaterdirektor Benjamin Sahler auf die Fortsetzung des Erfolgsmusicals „Ludwig²“, das ab dem 3. Mai erneut zur Aufführung kommt. Es mache mit insgesamt 60 Shows in Starbesetzung den Schwerpunkt des Programms aus, so Sahler, der sich darüber freute, dass der Vorverkauf bereits sehr vielversprechend angelaufen und das Musical insbesondere bei Bus- und Gruppenreisen sehr beliebt sei.

 Auch Manfred Rietzler zeigte sich überzeugt, mit Ludwig² den Zeitgeist zu treffen und das Festspielhaus deutschlandweit als Musicalstätte zu etablieren. „Wo bekommen Musicalbesucher denn mehr Rundum-Genuss geboten als hier?“ fragte Rietzler rhetorisch und deutete lächelnd auf das Alpenpanorama vor der Logentüre.

Als weitere Höhepunkte im Festspielhausprogramm nannte Programmchef Sahler daraufhin das innovative Konzertformat „Rock Musical Circus“ (14. August) sowie die Musicalproduktionen „Der Ring“ (ab 5. Oktober) und die Eigenproduktion „Die Päpstin“ (ab 30. November). Gleichzeitig wird es in diesem Sommer nach einem Jahr Unterbrechung die Wiederaufnahme der „Königswinkel Open Airs“ im Barockgarten vor dem Festspielhaus geben. Auftritte von „Sting“ am 13. Juli und den „Fantastischen Vier“ am 19. Juli 2018 sind geplant.

Der Abend mit Kabarettistin Monika Gruber am 4. Mai sei zwar schon ausverkauft, Benjamin Sahler kündigte jedoch zwei weitere Termine mit Gruber im November an. Weitere Infos zu Veranstaltungen unter www.das-festspielhaus.de. 

Zwipf-Zaharia geht

Nach der Programmvorstellung nutzte Festspielhaus-Eigentümer Manfred Rietzler die Gelegenheit, sein neu aufgestelltes Führungsteam vorzustellen. Neben Geschäftsführerin Birgit Karle, die den Vertrieb und die Außenkommunikation verantwortet, und Theaterdirektor Benjamin Sahler ist seit wenigen Wochen der 41-jährige Betriebswirt Thomas Zellhuber als kaufmännischer Leiter, zuständig für Organisation und Finanzen, zur Geschäftsleitung gestoßen. 

Manfred Rietzler äußerte sich erfreut über das Zusammenspiel seines Führungstrios. Auch Zellhuber sagte, dass er froh sei, Teil dieses Hauses zu sein, „auch wenn mein Wirkungsbereich eher backstage anzusiedeln ist“. Auf die Rolle des Intendanten Florian Zwipf-Zaharia angesprochen, bestätigte Manfred Rietzler, das dessen Vertrag gekündigt worden sei. Aktuell liefen Gespräche, wie Zwipf-Zaharia in die künftige künstlerische Arbeit mit eingebunden werden könne. Mitte März hatte der Intendant (der beim Pressegespräch aufgrund von Verpflichtungen im Bühnenbereich nicht teilnehmen konnte) bereits angekündigt, mit dem 1. Juli nicht mehr im Festspielhaus zu arbeiten. 

Mehr Parkplätze

Weil es immer wieder Verwirrung um die neu eingerichteten Parkplätze am Festspielhaus gebe, stellte Manfred Rietzler erneut klar, dass dieser Parkplatz den Tagesgästen vorbehalten sei. Bei allen Abendveranstaltungen ab 200 Gästen werde spätestens eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn auf die oberen Parkplätze umgeleitet. Zwar stand das Thema „Einblick in den Entwicklungsstand Hotelbau am Festspielhaus“ auf der Agenda, doch Manfred Rietzler verlor nur wenige Worte zu diesem Punkt. 

Er halte nach wie vor an dem Ziel fest, noch in diesem Jahr die ersten Schritte zur Realisierung eines Sterne-Hotels in unmittelbarer Nähe und in Symbiose mit dem Festspielhaus umzusetzen. Ob er sich dazu Partner mit ins Boot hole, ließ er allerdings offen. Aktuell böten sich ihm drei Optionen, unter anderem auch die Finanzierung über einen Immobilienfonds. Über weitere Alternativen oder mögliche Gesellschafter hüllte sich Rietzler an diesem Abend jedenfalls in Schweigen. Er stecke in Gesprächen und Abwägungen, was die Entwicklung eines Hotelneubaus beträfe. 

Der Unternehmer, der aus Marktoberdorf stammt und in Bangkok/Thailand lebt, hatte das Füssener Veranstaltungshaus vor gut eineinhalb Jahren vor der drohenden Schließung gerettet und seitdem in Rekordgeschwindigkeit wieder auf Erfolgskurs gebracht.

ah

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