WEZ blickt auf 2014 zurück

Baumkronenweg zieht Gäste an

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„Wir hatten im Verein noch nie eine Ehrung. Bei diesem Mann wurde es höchste Zeit“, so Vorsitzender Walter Ganseneder (links) mit Blick auf Robert Berchtold (2. v. l.). Die Urkunde überreicht Staatsminister a. D. Josef Miller (2. v.r.). Zweiter Vorsitzender Harald Husel (rechts) applaudiert.

Füssen – „Auch ein 50-Jähriger kann im Wald noch was lernen“, unterstrich Walter Ganseneder, Vorsitzender des Trägervereins WEZ, jetzt bei der Jahreshauptversammlung die geplanten Marketingmaßnahmen des Walderlebniszentrums.

Damit sollen Vereine, Schulen und vor allem auch Familien zu erlebnisreichen Besuchen in der Tiroler Straße 10 eingeladen werden. Neben weiteren Projekten und einem Rückblick stand auch eine Ehrung auf der Tagesordnung. Forstdirektor Robert Berchtold wurde zum ersten Ehrenmitglied des Trägervereins „Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern“ ernannt. Dafür gab es von den knapp 40 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung im Walderlebnis-zentrum (WEZ) Ziegelwies viel Beifall. 

Die Laudatio hielt Josef Miller. Der Staatsminister a. D. unterstrich die große Geduld, das Stehvermögen und das Durchsetzungsvermögen von Berchtold, sein Vorhaben umzusetzen. So gelang es, diesen Trägerverein zu gründen, an dem zum Beispiel die Forstbetriebsgemeinschaften als Mitglied wesentlich beteiligt sind, um staatliche Aufgaben und ein vorbildliches privates Engagement zu kombinieren. Miller sagte: „Es wurde eine gute Verbindung von Haupt- und Ehrenamt“ im WEZ geschaffen, das „im 15. Jahr dem Ursprungsziel Waldpädagogik“ mit hohen Besucherzahlen diene. „Familien kommen gerne in dieses abwechslungsreiche Zentrum, das schönste und größte dieser Art“, so Miller. 

Das WEZ sei ein Publikumsmagnet und eine Bereicherung der Urlaubsregion Allgäu, wie Ehrengast Miller weiter ausführte. Dies belegte der Bericht von Carolin Klughammer. Die neue Geschäftsführerin informierte übers laufende Betriebsjahr 2015, in dem es weiter gelinge, Besucherscharen mit Ausstellungen und anderen Angeboten den Wald näher zu bringen. Das Highlight im Programm bleibe der Baumkronenweg, der im ersten Jahr einen Ansturm von rund 180.000 Spaziergängern ausgelöst hatte. 

Die Besucherzahlen werden – so die Prognose – zurückgehen, doch schon 100.000 wären „Garant für ein erfolgreiches Geschäftsjahr“. Schon seit 2002 stößt das WEZ auf Interesse, doch der Baumkronenweg, der die Grenze zu Tirol überschreitet, stellt alles in den Schatten, wie aus dem Bericht hervorgeht. Das WEZ sei, laut Ehrenmitglied Berchtold, das „meistbesuchte Walderlebniszentrum in Bayern“. Die Parkplätze wurden inzwischen ausgebaut. Die gesamte Infrastruktur soll noch weiter verbessert werden. „Fest in Planung ist eine Veränderung der Straßenquerung. Diese wird mit einer Verkehrsinsel versehen“, erläuterte Klughammer. Schon Vorsitzender Walter Ganseneder und sein Stellvertreter Harald Husel freuten sich über das funktionierende Netzwerk. 

Als Gast hatte sich Gymnasiallehrerin Anja Dotzauer beim WEZ für „die gute Zusammenarbeit mit unseren Schulen“ bedankt. Der Bericht von Schatzmeister Michael Schmück über 2014 zeigte, dass hier solide gewirtschaftet wurde. Die Kasse hat Christiane Gschwend geprüft. Regionalmanager Heiko Gansloser vom Landratsamt beantragte die Entlassung des Vorstands. Bei der Abstimmung gab es keine Gegenstimme und keine Enthaltung.

Chris Friedrich

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