Füssener Flieger legen insgesamt knapp 40.000 Flugkilometer zurück

Einmal um die Welt geflogen

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Unterwegs mit dem Motorsegler. Hier ist das Ulmer Münster im Hintergrund zu sehen.

Füssen – Viel in der Luft waren die Füssener Flieger im vergangenen Jahr. Zählt man alle Streckenflugkilometer zusammen, haben die Segelflieger mit knapp 40.000 Kilometern die Erde einmal umrundet, hieß es bei der Jahresversammlung des Luftsportvereins Füssen.

Der weiteste Flug gelang dem Vorsitzenden Peter Szarafinski, der von Füssen aus erst nach Österreich in die Steiermark flog, dann in die Schweiz an den Oberalppass und zurück nach Füssen. Damit schrammte er nur knapp an der 1000-Kilometer-Marke vorbei.

Noch höher ist die Leistung von Jan Glöckner einzuschätzen, der am selben Tag zwar „nur“ knapp 900 Kilometer schaffte, dies aber mit einem älteren, nicht ganz so leistungsstarken Flugzeug. Gelang 2015 nur ein einziger Flug weiter als 700 Kilometer, so waren es im vergangenen Jahr zehn Flüge. 

Dreßen löst Koch ab 

Nicht nur mit Hilfe von Wind und Thermik, auch mit der Hilfe von Benzin sind die Füssener Flieger weit herumgekommen. 

Zwei Piloten flogen mit dem Motorsegler des Vereins bis ans Nordkap an die Nordspitze Norwegens. Seine Piloten bildet der Luftsportverein selbst aus. Aktuell hat er zwölf Segelflugschüler im Alter von 15 bis 60 Jahren. Zwei Flugschüler flogen im vergangenen Jahr zum ersten Mal alleine ganz ohne Fluglehrer. 

Zwei weitere Flugschüler absolvierten die Theorieprüfung. In diesem Jahr werden voraussichtlich vier Flugschüler ihren Pilotenschein für Segelflugzeuge erhalten und vier weitere Flugschüler die Lizenz für Motorsegler. Szarafinski danke den Fluglehrern des Vereins, die ehrenamtlich und kostenlos die Ausbildung gewährleisten.

Doch auch am Boden waren die Füssener Flieger fleißig. Nach 40 Jahren mussten die Dächer der Flugzeughalle und des Vereinsheims erneuert werden. Dank viel Eigenleistung und einer Spende der Sparkasse Allgäu hielten sich die Kosten dafür in einem vertretbaren Rahmen. 

Anschließend wählten die Versammelten außerhalb des zweijährigen Wahlturnus einen neuen Kassier. Der bisherige Kassenprüfer Thomas Dreßen ist nun für die Finanzen des Vereins verantwortlich. Sein Vorgänger Ingo Koch wurde daraufhin zu seinem Nachfolger als Kassenprüfer gewählt. Außerdem gab sich der Luftsportverein eine neue, an die heutigen rechtlichen Anforderungen angepasste Satzung.

kb

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