Forstdirektor Robert Berchtold geht in den Ruhestand

Nach 26 Jahren ist Schluss

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Forstdirektor Robert Berchtold (rechts) und Carolin Klughammer, Geschäftsführerin im Walderlebniszentrum (WEZ) auf dem Baumkronenweg.

Schwangau – Aus dem Amt in den Ruhestand und vom langjährigen Wohnort Schwangau zurück zu den Wurzeln in Steibis (Oberallgäu): Forstdirektor Robert Berchtold freut sich nach seinem Abschied aus dem Arbeitsleben wieder in der Heimat seine Freizeit ohne den früheren Termindruck gestalten zu können.

Diese führt ihn weiterhin hinaus in die Natur, aber auch zu seiner eigenen Modelleisenbahnanlage. „Bitte einsteigen!“ Robert Berchtold hielt einladend die Autotür auf. Dass der Autor dieser Zeilen bei einem „Wald- und Wiesentermin“ im Füssener Land weiter orientierungslos durch die Gegend lief, konnte Forstdirektor Robert Berchtold nicht zulassen. So lernte man sich kennen – und schätzen. 

Denn eine Zeitung kann immer nur so gut informieren, wie sie selbst von Fachleuten informiert wird. 

26 Jahre an der Spitze

Vor 26 Jahren, im Herbst 1991, übernahm Berchtold die Leitung des Forstamtes in Füssen. Weithin bekannt wurde der Oberallgäuer, weil er zum Team gehörte, das mit dem Baumkronenweg am Walderlebniszentrum Ziegelwies (WEZ) eine Erfolgsgeschichte schrieb. 

So kam es nach vielen Pressegesprächen erneut zu einer Begegnung, als hier im Juli der 500.000. Besucher gezählt wurde. Neben seinem Beruf engagierte sich Berchtold auch politisch: Am Wohnort wurde er in den Gemeinderat gewählt. Auch Kommunalpolitik gestalten, liege ihm am Herzen, heißt es in Schwangau über Berchtolds Arbeit als ehrenamtliches Gremiumsmitglied. Daneben ehrte die Jägerschaft des Südliches Ostallgäu den Forstdirektor. 

Ruhig und humorvoll

Durch seine Tätigkeit als zuständiger Forstamtsleiter in den hiesigen Revieren, genieße er „hohe Anerkennung nicht nur bei seinen Forstbeamten und bei den Waldrechtlern, sondern auch bei der Jägerschaft“, heißt es bei der Jägerschaft des Südlichen Ostallgäus. Das gilt auch für die Waldbesitzer, wie bei öffentlichen Veranstaltungen zu hören war. Besonders geschätzt wird dabei seine ruhige und humorvolle Art, mit der Robert Berchtold durchs (Arbeits-)Leben geht und Interessen auszugleichen weiß. Diplomatie zeichnet ihn aus. Geschickt hat er damit zur Problemlösung beigetragen.

 Für seine besonderen Verdienste um Wald, Wild und Natur und die Bewahrung des Naturerbes der bayerischen Landschaft bekam er 2016 schließlich vom bayerische Jagdverband die „Medaille Naturerbe Bayern in Silber“ verliehen. In den Ruhestand ging Robert Berchtold als Stellvertreter des Chefs im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kaufbeuren. In diese leitende Position stieg Berchtold 2005 auf.

Chris Friedrich

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