Tausende Schaulustige

Pfrontener Alpsommer ist vorbei

1 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
2 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
3 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
4 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
5 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
6 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
7 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.
8 von 10
Die Tiere aus dem Pfrontener Achtal auf dem Weg zum Scheidplatz. Tausende Schaulustige beobachten das traditionsreiche Spektakel vom Straßenrand aus.

Pfronten – Tausende Besucher kamen am Samstag bei schönstem Spätsommerwetter nach Pfronten-Heitlern, um die Jungrinder bei ihrer Ankunft im Ort willkommen zu heißen. Schaulustige säumten anlässlich des bunten Spektakels die Straßen, die Tische und Bänke am Scheidplatz waren voll besetzt.

Knapp 1000 Schumpen, die festlich geschmückten Kranzrinder an der Spitze, trieben die Hirten am Samstagmorgen von den Pfrontener Alpen ins Tal, wo sie am Scheidplatz von ihren Besitzern in Empfang genommen wurden. Lediglich die Hochalpe hat heuer drei Rinder verloren, weshalb ihr Kranzrind traditionell ohne Schmuck nach Hause kam. Die 100 Tage Alpsommer haben, außer den drei abgestürzten Rindern, alle Tiere gut überstanden. 

Von den insgesamt gut 1200 Jungrindern wurden bei der Viehscheid fast sämtliche Tiere ins Tal und getrieben. Rund 200 Tiere verbleiben allerdings noch bis Oktober auf den Weiden. Auf den letzten Meter begleitete die Pfrontener Harmoniemusik die Hirten und Herden zum Scheidplatz. Nachdem die Jungrinder den Besitzern wieder übergeben, also geschieden waren, beendeten die Hirten den Alpabtrieb mit lautem Schellen-Geschepper. Es gehört zur Tradition, dass sie die Zug- und Weideschellen für ihre geleistete Arbeit überreicht bekommen. So klang die Viehscheid lautstark und unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer aus. 

Neben den drei abgestürzten Rindern beklagten die Hirten bei einigen Tieren auch eine Erkrankung der Klauen, die von den erfahrenen Hirten jedoch behandelt werden konnte. Eine infektiöse Augenkrankheit bereitete dagegen größere Sorgen. Sie wird durch Fliegen übertragen und die Tiere sind schwer davor zu schützen. 

Lob von der Landrätin

Beim Fest am Samstag waren die Probleme jedoch kein Thema mehr und die Tiere sahen prächtig aus. Rechtlervorstand Christian Neuntzer äußerte sich zufrieden über die Leistung der Hirten. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) lobte ebenfalls die Arbeit der Hirten und Alp-Pächter und spendete eine Zugschelle für Lisa Gögler, um ihren Einsatz auf der Schöhnkaler Alpe zu würdigen. Unter der Moderation von Neuntzer wurde Klaus Zweng für 20 Jahre Arbeit auf dem Kalbele Hof geehrt. Er bekam die Zugschelle des Rechtlerverbandes für seine Hirtenarbeit. 

Mit 30 Jahren auf der Dinserhütte überboten dies nur Helga und Christian Nöß. Für die langjährige Bewirtung der Alpe erhiehlt Helga Nöß einen Blumenstrauß und das Paar bekam einen Bierkrug der Viehscheid-Däg überreicht. Grund zur Freude gab es, als die neue Hirtin Pia Banz auch für die nächste Saison auf der Seealpe ihre Zusage gab. Sie hatte gemeinsam mit ihrer Kleinhirtin Lilly Keuschnig heuer erstmals Schumpen versorgt. Für diesesLeistung bekam Banz eine Zugschelle der Gemeinde Pfronten, Keuschnig erhielt eine kleinere Weideschelle die die Landtechnik Reichert spendete.

 Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann sprach nicht nur für die Arbeit der Hirten, sondern der gesamten Landwirte Lob und Anerkennung aus. Die zahlreichen Besucher huldigten diese Worte und die Ehrungen mit Applaus.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Bundespolizisten stoppen bei Füssen erneut Schleuser
Bundespolizisten stoppen bei Füssen erneut Schleuser
27-jähriger Deutscher stürzt bei Nesselwängle in den Tod
27-jähriger Deutscher stürzt bei Nesselwängle in den Tod
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Affäre um Ferienwohnungen: Füssener SPD droht die Zerreißprobe
Affäre um Ferienwohnungen: Füssener SPD droht die Zerreißprobe

Kommentare