Aufgeführte Theater-Stücke kommen gut an

Schultheater in Füssen: "Ein echtes Erlebnis"

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Neben den Theatervorführungen, die die Stadt Füssen für Kinder und Jugendliche organisiert, gibt es auch private Initiativen, wie die Spielerschar der Anton-Sturm-Mittelschule Füssen. Diese verdiente sich im Juli 2018 in drei Aufführungen eine gute Note mit ihrem Stück „Sturm“ am Originalschauplatz.

Füssen – Um Schülerinnen und Schülern in Füssen die Kulturtechnik Theater zu vermitteln, hat die Stadt Füssen heuer erneut Theatervorführungen angeboten.

Ende März führte das Landestheater Schwaben zwei Stücke im Ludwigs Festspielhaus auf. Ein „echtes Erlebnis“ und eine „aus pädagogischer Hinsicht wichtige Erfahrung“, hieß es anschließend aus den Reihen der Lehrer, wie Kulturamtsleiterin Karina Hager kürzlich im Kulturausschuss erklärte. 

Die insgesamt 644 Kindergartenkinder und Grundschüler aus Füssen und Pfronten bekamen den „gestiefelten Kater“ zu sehen, während die 633 Gymnasiasten, Mittel- sowie Realschüler mit dem Stück „Supergute Tage“ nach einem Roman von Mark Haddon in die Welt eines autistischen Jugendlichen eintauchten. „Das Parkett war sehr gut gefüllt“, erklärte Hager. 

Dadurch kam echte Theaterstimmung auf, die die Stadt den Kindern und Jugendlichen auch vermitteln wollte. Lebendige Menschen bis zu zwei Stunden auf einer Bühne zu beobachten, wie sie verschiedene Rollen spielen, das werde für Schülerinnen und Schüler immer mehr zum besonderen Erlebnis, so die Kulturamtsleiterin. 

Dabei stellte das Management des Festspielhauses ihre Räume zu Konditionen zur Verfügung, die sich die Stadt gerade noch leisten konnte, erklärte Hager und bedankte sich für diese Unterstützung. Insgesamt besuchten 1157 Schüler und 73 Begleitpersonen die Vorstellungen, die Ausgaben von rund 12.468 Euro verursachten. Nach Abzug der Einnahmen (8552 Euro) blieb ein Zuschussbedarf von rund 3916 Euro. Das sind 3,39 Euro pro Schüler, „ein Rahmen, den wir sehr gut vertreten können“, sagte die Kulturamtsleiterin. 

Ob die Theaterstücke nicht auch im Haus Hopfensee aufgeführt werden könnten, das schließlich der Stadt gehört, wollte anschließend Dr. Christoph Böhm (CSU) wissen. „Das eignet sich leider die Bühne nicht. Das haben wir immer wieder geprüft“, erwiderte Hager. Gleiches gelte für die Infrastruktur hinter der Bühne. Außerdem wäre der Saal zu klein für alle Schüler. „Wir müssten dann mehrere Vorstellungen machen“ – was wiederum höhere Kosten bedeuten würde. „Mir hätte das auch gut gefallen, gerade das Soldatenheim, aber es hat leider nicht geklappt“, so Hager. 

Private Initiativen

 Daneben wolle die Stadt den Kindern und Jugendlichen ja auch gerade die Atmosphäre eines Theaters vermitteln, warf Brigitte Riedlbauer (SPD) ein. „Die kommt nicht im Soldatenheim auf.“ Daneben erinnerte Magnus Peresson (UBL), dass die Anton-Sturm-Mittelschule das selbstgeschriebene Stück einer Lehrerin am Originalschauplatz, dem Sturmhaus, aufgeführt hat. „Das war ausgesprochen schön, fast wie in Shakespeares Theater“, so Peresson. Das seien kleine, verborgene Dinge, die in diesen Kreis, dem Kulturausschuss, hineingehören. In diesem Zug erwähnte Hager auch die private Remise am Lech, die einen „wichtigen Kulturbeitrag“ leiste.

kk

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