Von Straßenmusik bis zu den Mega-Hits der Neunziger

Rund 6000 Fans kommen zum Konzert der Kelly Family nach Füssen

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Die Kelly Family lockt mit ihrem Konzert 6000 Fans an den Forggensee.
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Die Kelly Family lockt mit ihrem Konzert 6000 Fans an den Forggensee.

Füssen – Auf eine Reise durch rund 30 Jahre Bandgeschichte hat am Donnerstag die Kelly Family ihre Fans mitgenommen. Während der „Königswinkel Open Airs“ am Festspielhaus brachten Patricia, Joey, Jimmy, Kathy, John, Angelo und als „Special Guest“ ihr Bruder Paul Kelly die größten Hits der Band auf die Bühne. 

Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen auf den Forggensee und den schneebedeckten Gipfel des Säulings, als das Gekreische losging. Kaum hatten die Bandmitglieder die Bühne gegenüber des Füssener Festspielhauses betreten und ihr erstes Lied angestimmt, sprangen die Fans auch schon von ihren Stühlen auf und viele begannen zu tanzen. „Vielen Dank, dass ihr so fröhlich seid“, bedankte sich Jimmy Kelly in dunkelblauer Jeans und kariertem Hemd bei seinen Fans, die sich quer durch die Generationen ziehen. Viele schienen Anhänger der ersten Stunden zu sein. Einige hatten auch ihre Kinder mitgebracht, die genauso begeistert mittanzten. Insgesamt hatten sich rund 6000 Fans vor der Bühne am Festspielhaus versammelt. 

„Wir Irländer haben das gute Wetter mitgebracht“, scherzte Jimmy. Rund 20 Jahre nach ihrer letzten Album-Veröffentlichung folgte 2017 das Comeback der Kelly Family mit dem neuen Album „We Got Love“. Mit dem Tourfinale im August 2018 sollte das Comeback eigentlich seinen Abschluss finden. Auf Bitten der Fans entschied sich die Band jedoch in diesem Sommer unter dem Motto „We Give Love“ einige Open-Air-Konzerte zu geben. 

Fans liegen sich in den Armen

Und ihr erster Auftritt führte sie jetzt nach Füssen. Passend zum Motto folgte auch gleich das Lied „We Got Love“. Eine „Kiss Cam“ filmte dabei das Publikum. Wer in ihr Visier geriet, „kann sich den Nächsten schnappen und ihn küssen oder knutschen “, erklärte Jimmy, wobei sich die ersten schon in den Armen lagen. 

Kurz darauf schwollen Jubelschreie an, als die ersten Takte des nächsten Lieds ertönten. Denn Angelo Kelly stimmte seinen gefühlvollen Chart-Stürmer aus dem Jahr 1997 an: „I Can´t Help Myself“. Und ließ die Fans dabei ganze Passagen allein singen. 

Rockiger wurde es, als Joey Kelly in schwarzer Hose und beiger Lederjacke das Mikro übernahm, in die Seiten seiner E-Gitarre schlug und „Why Why Why“ aus dem Jahr 1994 sang – begleitet von Feuerfontänen. „Ihr seid unglaublich. Ihr steht alle, setzt euch mal hin“, meinte kurz darauf Patricia Kelly im Blümchenkleid und mit Blumenkranz auf dem Kopf, bevor sie das ruhige „First Time“ (1994) ertönen ließ. „Ihr habt eine unglaubliche Natur hier. Das ist wirklich ein Traum. Danke, dass ihr gekommen seid.“ 

Auch danach wechselten sich gefühlvolle Balladen mit rockigeren Stücken und Folkliedern ab, bei denen die ganz großen Erfolge der Kelly Family nicht fehlen durften. So trugen die Bandmitglieder unter anderem „An Angel“ (1994), „Fell in Love With an Alien“ (1996), „Nanana“ (1996) und „Who´ll Come With Me“ (1990) vor. Aber auch ihre Zeit als Straßenmusiker ließen die Geschwister wieder aufleben. Dafür kam ihr Bruder Paul in Kilt und mit seiner Drehleier auf die Bühne. Ein 300 Jahres altes Instrument, wie John Kelly erklärte. „Die meisten von uns sind in Spanien geboren“, fügte Angelo hinzu, woraufhin ein spanischer Flamenco erklang. Aber auch auf die irischen Wurzeln der Familie gingen die Musiker kurze Zeit später ein, wobei Kanonen grüne Luftschlagen über dem Publikum ausspuckten. 

Jimmy Kelly widmet Lied verstorbenen Fans

Daneben durfte der Kassenschlager der Straßenmusik nicht fehlen. „Amazing Grace“. „Spätestens dann sind die ersten Tränen geflossen und ein paar Mark gerollt“, erinnerte sich Angelo, der kurz darauf bei einem beeindruckenden Solo zeigte, was er alles am Schlagzeug kann. 

Wem die Kellys ihre erfolgreiche Karriere zu verdanken haben, haben sie allerdings nicht vergessen. „Ich bin nicht mehr der Jüngste. Ihr seht noch sehr jung aus. Aber ich glaube, ihr seid auch schon lange dabei“, sagte Jimmy und widmet das nächste Lied allen Fans, die „auf der anderen Seite des Flusses sind.“ 

Am Ende war es ein gelungener Konzertabend, an dem sich viele wohl an längst vergangene Zeiten erinnert fühlten. Dafür gab es dann auch langen Applaus und Zugabe-Rufe, was die „Kellys“ mit zwei Liedern honorierten, bevor sie nach zwei Stunden die Bühne verließen. „Super Wetter, super Stimmung. Ein durchaus gelungener Open-Air-Auftakt in Füssen“, war dann auch das Fazit des Veranstalters Allgäu Concerts.

Katharina Knoll

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