Uhren im Wandel der Zeit

Unter den Leihgebern ist auch der Füssener Uhrmachermeister Ralph Prinz (links), hier im Gespräch mit Museumsobmann Ernst Hornstein und Vizebürgermeisterin Elisabeth Schuster. Foto: ed

Reutte – Die Weihnachtsausstellung im Reuttener Museum dreht sich rund um die Uhr. „Die ‚Größe Zeit’ zu erfassen und zu messen war schon seit jeher ein großes Ziel der Menschen" meinte Kuratorin Birgit Maier-Ihrenberger bei der Eröffnung der Ausstellung „Rund um die Uhr – Zeitspu(h)ren im Alltag“.

Zeit zu messen unter Einbeziehung von Sonne, Wasser, Sand, also mit Hilfe von Sonnen-, Sand- und Wasseruhren sind und waren augenscheinliche Vorläufer der Chronometer von heute. Zunächst nur im öffentlichen Bereich zum Beispiel am Kirch- oder Stadtturm war die Erfindung der Räderuhr eine Meilenstein. In der Folgezeit konnten die Uhren immer kleiner gebaut werden und wurden auch erschwinglicher. „Sie zogen in den Alltag ein und bestimmen heute unser Leben nachhaltig", so Maier-Ihrenberger. 

Der erste Zeitmesser, dem man am Tag begegnet, ist meist unbeliebt, der Wecker – er weckt mal unsanft mit einem lauten „ring“ aber auch mal als sanfter Schlafrhythmuswecker. Später verfolgt man über die Stechuhr im Betrieb oder am Abend den Sekundenzeiger zu Beginn der abendlichen Fernsehnachrichten die Zeit. Die Ausstellung hat einiges an Besonderheiten zu bieten: Uhren von heimischen Uhrmachern wie Ignatz Pell aus Reutte, ein schönes Exemplar von Jonas Rief aus dem Tannheimer Tal und als besonderes Schmuckstück eine „Buchuhr" von Nicolaus Friedl aus dem Jahre 1672. Rund 300 Jahre später ist auch ein bemerkenswertes Ausstellungsstück entstanden, ein Regulator als Meisterarbeit von äußerster Präzision, gefertigt von Bernhard Siebenhühner, Uhrmachermeister aus Reutte. „Wir danken allen, die uns ihre Schätze geliehen haben, die mitgedacht und mitgeholfen haben, damit wir wieder eine interessante Ausstellung zusammenstellen konnten“, betonte Museumsobmann Ernst Hornstein.

Musikalisches Programm

Die Ausstellung können Interessierte bis zum Samstag, 1. Februar besuchen. Sie kann von Mittwoch bis Samstag jeweils von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Führungen finden am Donnerstag, 12. Dezember, und am Donnerstag, 9. Januar, jeweils um 17.30 Uhr, statt. An diesen beiden Tagen ist das Museum bis 19 Uhr geöffnet. Als Rahmenprogramm zur Ausstellung singen und musizieren am Samstag, 4. Januar, um 19 Uhr beim traditionellen Volksmusikkonzert des Museumsvereins des Bezirks Reutte Gruppen aus dem Außerfern und dem angrenzenden Allgäu. Mit dabei sind die Pinswanger Bläser, der „Monika-Dreigesang“ aus Seeg, die Öscher Saitenmusik, ein Blockflötenensemble der Landesmusikschule sowie die Familienmusik Wankmiller. ed

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