Mitterseebad wird saniert

Sanierung des Mitterseebad-Gebäudes wird zunächst zurückgestellt

Verlegung der Alatseestraße Baustelle Füssen
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Am Montag haben die Arbeiten für die Verlegung der Alatseestraße begonnen. Im Anschluss daran soll das Freigelände am Mittersee auf Vordermann gebracht werden.
  • vonKatharina Knoll
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Füssen – Die Sanierung des Mitterseegebäudes wird erst einmal zurückgestellt. Darauf hat sich der Stadtrat jetzt einstimmig und ohne Diskussion in seiner jüngsten Sitzung verständig. Denn die Stadtverwaltung wartet derzeit noch auf die Entscheidung des Landesamts für Denkmalpflege (LfD), ob das Haus unter Denkmalschutz steht oder nicht. Daneben werden heuer bereits die Außenanlagen umgestaltet, das Oberseebad saniert und die Alatseestraße verlegt. Der Startschuss für Letztere ist bereits am vergangenen Montag gefallen.

Seit Montag wird an der Verlegung der Alatseestraße gearbeitet. Als nächstes steht ab April die Umgestaltung der Freianlagen am Mittersee an. Denn das Bad wird bekanntlich zum Mitterseepark, umgebaut (der Kreisbote berichtete mehrfach). Als „Park der inneren Ordnung“ soll er einen Beitrag zur Kneipp’schen Säule der Ordnungstherapie leisten. So sollen dort künftig vor allem Ruhe, Rückzug, Reflexion und Inspiration herrschen. Der Zugang wird frei sein. Allerdings soll eine Umzäunung dafür sorgen, dass jedem bewusst wird, dass er ein besonderes Areal betritt. Auch die Zugangsstellen zum See werden sich im wesentlichen nicht verändern. „Es sind genug Stellen da, an denen man rein gehen kann“, sagte Bürgermeister Maximilian Eich­stetter (CSU). Er ergänzt: „Die schwebenden Betonsteine müssen entfernt werden.“

Etwa 500.000 Euro wird diese Renaturierung und Gestaltung des Geländes kosten, was jedoch zu 75 Prozent, also mit voraussichtlich rund 300.000 Euro, gefördert wird. Denn die Stadt wurde in das bestehende Interreg-Projekt AB 127 „Entwicklung des naturgebundenen Tourismus entlang des Lech“ aufgenommen.

Mehrere Bauabschnitte

Damit Einheimische und Gäste auch während der Umbauarbeiten hier baden können, werden diese in verschiedenen Bauabschnitten über die Bühne gehen. Dabei soll am westlichen Ufer eine zusätzliche Einstiegsstelle in den See entstehen. Diesen Plan habe die Stadtverwaltung bereits mit der IG Mittersee und der IG Bad Faulenbach abgestimmt. „Der Badebetrieb am Mittersee wird auf jeden Fall gewährleistet“, unterstrich der Rathauschef. Damit die Badegäste auch während der kommenden Saison versorgt sind, wird die Stadt einen Toilettencontainer und einen Kiosk aufstellen.

Ob es dann aber wirklich so einladend sein wird, dort zu baden, ist fraglich. Denn: „Das ist eine Riesenbaustelle“, sagte Bürgermeister Eichstetter auch mit Blick auf die Arbeiten am angrenzenden Oberseebad. Die Menge der Baufahrzeuge, die während des Sommers dort durchfahren werden, sei nicht unerheblich.

In dem Zug möchte die Stadt allerdings ein Projekt zurückstellen: Die Sanierung des Mitterseegebäudes. Denn aktuell stehe noch die Entscheidung des LfDs aus, ob es sich dabei um ein Baudenkmal handelt oder nicht. Andererseits stellt sich laut Stadtverwaltung die Frage, ob die Investition in das Gebäude wirklich nötig ist. Schließlich wird es mit dem Oberseebad und der Waldwirtschaft zahlreiche gleichwertige Angebote im direkten Umfeld geben. Mit Kosten von rund 500.000 Euro, die möglicherweise zum Teil gefördert werden könnten, müsste die Stadt zudem tief in die eigentlich leere Stadtkasse greifen.

Deshalb möchte die Verwaltung erst einmal abwarten, wie das neue Mittersee-Gelände bei den Bürgern ankommt. „Wir wissen nicht, wie das Gebäude verwendet wird im nächsten Jahr“, sagte der Eichstetter.

Katharina Knoll

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