Ungewöhnliche Klangmomente trotz Corona

Ungewöhnliche Klangmomente im Füssener Kaisersaal

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Jung und schon virtuos: Die Geigerin Maria Wehrmeyer und der Akkordeonspieler Julius Schepansky bieten im ausverkauften, aber nicht voll besetzten Kaisersaal Außergewöhnliches.

Füssen – Noch jünger als der seit Mai amtierende Bürgermeister der Stadt Füssen, Maximilian Eichstetter, sind die beiden Musiker, die am vorvergangenen Mittwoch die Reihe der Kaisersaalkonzerte im Barockkloster St. Mang eröffnet haben.

Maria Wehrmeyer an der Violine und Julius Schepansky am Akkordeon boten den insgesamt 41 Zuschauern in ihrem Zusammenklang eine interessante und außergewöhnliche Kombination. Die im Jahr 2000 geborene Geigerin und der 1998 geborene Akkordeonist boten an diesem Abend zweimal hintereinander laut Eichstetter „für einfaches Honorar“ ihr Programm dar, damit mehr als die wegen der Corona-Krise auf 41 begrenzten Besucher pro Konzert in den Hörgenuss des Auftritts kommen konnten. 

Der Zusammenklang ihrer beider Instrumente stellte eine außergewöhnliche Kombination dar. Dabei übernahm das Akkordeon in den Bearbeitungen von Johann Sebastian Bachs, Arvo Pärts und Igor Strawinskys Stücken die Klavierstimme, während „Le double de Paganini“ von Yuji Takahashi sogar für Violine und Akkordeon geschrieben wurde. Außerdem erwies Wehrmeyer Paganini mit dessen für Violine solo komponierten „Caprice Nr. 20“ ihre besondere Reverenz. 

Mit ihrer großen Bandbreite, die von Barock bis zur Gegenwart reichte, und ihren virtuosen Klangpartien, zogen Wehrmeyer und Schepansky die Zuhörer von Anfang an in ihren musikalischen Bann. So erhielt das Duo nach dem exquisiten Vortrag von Bachs „Sonate G-Dur BWV 1019“ schon seinen zweiten starken Beifall, dem auf die Stücke von Paganini, Takahashi und auf Pärts „Fratres“ sowie Strawinskys „Suite italienne“ nicht minder kräftige Huldigungen des Publikums folgten. 

Virtuose Zugabe

So wünschten sich die Besucher nicht nur wegen des etwas kurzen Konzerts von ungefähr 65 Minuten, das die beiden jungen Künstler ohne Pause durchspielten, mit kräftigem und langem Applaus eine Zugabe. Deshalb dürften sie sich gefreut haben, als Schepansky und Wehrmeyer ein weiteres Stück Strawinskys in ebenso virtuoser Form vortrugen, wie sie ihr vorheriges Programm dargebracht hatten.

lex

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