Forggenseeschifffahrt leidet heuer etwas unter dem Wetter

Mehr Regen, weniger Geld

+
Die Forggenseeschifffahrt – hier die MS „Füssen“ in der Dämmerung – macht in diesem Jahr weniger Gewinn.

Füssen – Das schlechte Wetter im August und September hat nicht nur vielen Füssenern und Besuchern die Laune verdorben, sondern wird voraussichtlich auch der Forggenseeschifffahrt die Bilanz verhageln.

Die vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung für die Monate Januar bis August weist zwar einen Gewinn von rund 50.000 Euro aus. Doch das ist deutlich weniger Geld als noch vor einem Jahr (73.300 Euro), wie Stadtkämmerer Helmut Schuster jetzt im Werkausschuss des Stadtrates verkündete. „Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum leicht gesunken, was hauptsächlich auf das sehr schlechte Wetter zurückzuführen ist“, berichtete Schuster den Stadträten. 

Gleichzeitig seien die Ausgaben im Vergleich zu 2013 etwas gestiegen. „Hier fallen im Wesentlichen die Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und Getränke ins Gewicht“, erklärte der Kämmerer. Dennoch sei nicht davon auszugehen, dass das Wirtschaftsjahr negative Auswirkungen auf die Stadtkasse haben werde. Für den Steuerzahler heißt das vor allem, dass die Stadt kein Geld zuschießen muss. Mindestens die „schwarze Null“, also ein ausgeglichener Etat, ist das Ziel. 

Es „kann jedoch schon jetzt von einem insgesamt guten Saisonergebnis 2014 ausgegangen werden“, so Schuster weiter. Im kommenden Jahr rechnet Füssens Kämmerer wieder mit höheren Erträgen (844.000 Euro), vor allem beim Schiffsbetrieb und der Bewirtschaftung des Kiosks. 

Dem gegenüber stehen prognostizierte Ausgaben in gleicher Höhe. Neben den Treibstoffkosten werden vor allem Reparaturen der MS „Füssen“ und der MS „Allgäu“ den Etat belasten (76.000 Euro), „da Reparaturen und Instandhaltungen an den Schiffen mit einem größeren Umfang, nicht zuletzt aufgrund der Betriebsstunden, notwendig werden“, erklärte Schuster. Zusätzliches Geld sei außerdem für die Instandhaltungen an den Anlegestellen eingeplant. Belastet wird der Etat außerdem durch angeschwemmte Sedimente in der Fahrrinne bei Waltenhofen. 

Die Schiffe würden dort bereits den Schlamm aufwühlen. Hier soll ein Aushub für etwa 10.000 bis 20.000 Euro Abhilfe schaffen. Das Ausbaggern einer Fahrrinne wäre ungleich teurer.

Matthias Matz

Auch interessant

Meistgelesen

Hauptsache dabei sein
Hauptsache dabei sein
Motorradfahrer schwer verletzt
Motorradfahrer schwer verletzt
Alle Türen stehen weit offen
Alle Türen stehen weit offen
Das Warten hat ein Ende
Das Warten hat ein Ende

Kommentare