Schlammiger Hindernislauf durch den Forggensee – Kreisbote mit Team dabei

Eiskalt durch den Dreck

1 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt Team Kreisbote
2 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt.
3 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt.
4 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt.
5 von 110
Auch die Cheerleader wärmen sich auf.
6 von 110
WarmUp
7 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt.
8 von 110
Sportsgeist und Durchhaltevermögen waren beim AllgäuMan in Füssen gefragt.

Füssen – Wenn selbst erfahrene Marathon-Läufer über ihre Knochen und Gelenke klagen, weiß man: der Allgäuman ist kein Ponyhof. Nicht allein die Distanz sondern teilweise extreme Hindernisse, Kälte und permanente Nässe rauben Kraft in einem Maß, wie man es sich kaum antrainieren kann. Da vermischen sich Sportsgeist und Überlebenskampf zu einem Adrenalin-Cocktail.

Knapp 700 Läufer gingen am Samstag beim Allgäuman Hindernislauf in Füssen an den Start und kämpften sich durch den Matsch und die Kälte des Forggensees. Nicht alle kamen nach knapp 21 Kilometern und 30 Hindernissen ans Ziel, der beste, Prof. Michael Laur vom Verein Outdoor Sport Kaufbeuren e.V., aber mit einer Zeit von 01:23:14. Die schnellste unter den 137 gestarteten Frauen war Ludmilla Hertle vom Team „luschtig trallala“ mit 01:47:49. Schon im vergangenen Jahr holte sie sich den ersten Platz. Auch das Team Kreisbote konnte sich sehen lassen: Lisa Schäller wurde mit einer Zeit 02:09:24 Neunte bei den Frauen und sogar Zweite in ihrer Altersklasse H.

Das Spektakel startete kurz nach 13 Uhr nach einem intensiven Warm-Up mit dem ersten Startschuss, bei dem auch das Team Kreisbote dabei war. Auf dem ersten Streckenabschnitt durch den abgelassenen Forggensee erwarteten die Sportler nicht nur ein matschiger Untergrund, sondern zahlreiche Hindernisse, die die Läufer auf die Probe stellten. So mussten sie sich durch Wassergräben und riesige Pfützen hindurchquälen, eine Holzwand überwinden, sich an einer Affenleiter entlanghangeln, mit einem Seil über einen Graben schwingen, durch kleine Bäche und den Lech laufen und kampferprobten Krampussen am Wassergraben ausweichen. 

Auf dem Weg nach Füssen wurden die kräftezehrenden Hindernisse nicht weniger: die Läufer kletterten über große Betonklötze, durften Sack hüpfen, schleppten Sandsäcke an starke Steigungen hoch, rutschten eine Rutsche hinunter, mussten an einer Station melken, durch Netze durch, über Tonnen springen und den Säuling als Berg erraten. In der Altstadt am Schrannenplatz baute sich dann eine fünf Meter hohe „Quarterpipe” – ein schanzenartiges Hindernis – auf. Dort musste das Helferteam um die Initiatoren Maximilian Elsner und Timo Zimmermann die Athleten oft unterstützend hochziehen. Doch umringt und angefeuert von vielen Zuschauern, gaben nur die wenigsten auf. Anschließend ging es wieder zurück an den Forggensee, wo die Läufer erneut die Hindernisse bezwingen mussten. Sah man anfangs noch viele fröhliche Gesichter, sprachen die verzerrte und angestrengte Mimik der meisten Läufer auf den letzten Metern am Festspielhaus vorbei Bände.

Im Finisherbereich erwartete die erfolgreichen Läufer dann nach dem Zieleinlauf Medaillen, Bananen und Iso-Weizen, bevor der ganze Dreck in den Duschkabinen der Eishalle abgewaschen werden konnte und es zur Siegerehrung ging. Für diejenigen, die immer noch nicht genug hatten, gab es noch eine After-Showparty.

von Martina Staudinger/md

Auch interessant

Meistgelesen

Ein "Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre"
Ein "Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre"
"A guter Almsommer"
"A guter Almsommer"
"Der Sommer war sehr gut"
"Der Sommer war sehr gut"
Taucher verunglückt tödlich
Taucher verunglückt tödlich

Kommentare