Gewerbepark Allgäuer Land wächst

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Bürgermeister Paul Iacob (v.l.), Geschäftsführer Peter Schlichtling und Hauptamtsleiter Andreas Rist schauen sich die Pläne für das Gewerbegebiet Allgäuer Land an. Foto: Knoll

Füssen – Die Firma Schlichtling Abschleppdienst und Autovermietung und die Deutsche Post wollen sich im Gewerbegebiet Allgäuer Land ansiedeln. Das haben kürzlich Füssens Bürgermeister Paul Iacob und Hauptamtsleiter Andreas Rist bekannt gegeben.

 Damit ziehen zwei Firmen in das Gewerbegebiet, die ihren Standort bisher im Stadtgebiet Füssen hatten. Doch deren bisherige Räume standen entweder nicht mehr zur Verfügung oder waren zu klein geworden. Da das bisherige Betriebsgebäude in der Kemptener Straße verkauft wurde, musste auch die Firma Schlichtling, raus, erklärte Inhaber Peter Schlichtling. Der Dienstleister wollte aber auf den Standort Füssen „nie verzichten“. Denn sonst wäre der Notdienstservice, den der Betrieb für die Polizei oder den ADAC verrichtet, in der bisherigen Form nicht mehr möglich, erklärte der Firmeninhaber. Denn dabei spiele die Entfernung zur nächsten Autobahnauffahrt eine Rolle. Bisher deckt die Firma mit ihrem Hauptsitz in Nesselwang und den Standorten in Füssen und Kempten die A7 von Bad Grönenbach bis weit über Füssen hinaus ab. Das neue Betriebsgebäude auf der 3000 Quadratmeter großen Fläche im Allgäuer Land soll dem Haus in Nesselwang ähneln, so dass es Platz für Büros, Werkstätten und die Abschlepp- sowie Mietfahrzeuge bietet. Es im kommenden Jahr zu bauen und zu eröffnen, dass sei das Ziel, so Schlichtling. Momentan beschäftigt die Firma 35 Mitarbeiter, vier davon in Füssen. Durch den Neubau sollen aber drei weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Neue Stellen, das will wohl auch die Deutsche Post im Zuge ihres neuen Zustellstützpunktes schaffen, vermutete Iacob. Denn das Ziel des neuen Paketkonzeptes, zu dem auch der neue Zustellstützpunkt in Füssen gehört, sei „weiter zu wachsen in einem boomenden Markt“, so die Deutsche Post in ihrer Pressemitteilung. Der bisherige Standort in der Lechstadt, in dem 20 Angestellte arbeiten, „genügt nicht mehr den künftigen Anforderungen, da die Anzahl der Paketsendungen stetig steigt, die Briefmengen jedoch rückläufig sind“, so die Post weiter. Auf dem 3600 Quadratmeter großem Grundstück neben der Kranwerkstatt will die Firma Hubert Schmid deshalb eine 1000 Quadratmeter große Halle bauen und an die Post vermieten. 650 Quadratmeter davon seien für die Postnutzung, der Rest sei für Erweiterungen vorgesehen, erklärte der Chef der Baufirma, Hubert Schmid. Für den neuen Standort seien sowohl die Lage direkt an der Autobahn als auch die Größe entscheidend gewesen. „Wenn wir investieren, investieren wir nur in Füssen, weil die Lage okay ist und die Rahmenbedingungen passen“, meinte Schmid zum neuen Postgebäude. Mit dem Bau hat die Firma schon begonnen. Bis Mitte kommenden Jahres soll die Halle fertig sein. Rund 30.000 Quadratmeter der etwa 100.000 Quadratmeter des Gewerbeparks hat der Zweckverband Allgäuer Land bisher verkauft, erklärte Rist. Man sei aber schon mit einem neuen externen Betrieb im Gespräch. Solche in die Region zu holen, sei aber „fast nicht möglich“, da die sich vor allen in den „ großen Speckgürteln um Augsburg oder München“ ansiedeln, meinte der Füssener Rathauschef. Deshalb sei man stolz darauf, „was uns bisher gelungen ist“. Die Verwaltung wolle auch weiterhin alles tun, um hier neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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