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Schnelles Internet für Nesselwang

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Von: Herbert Hoellisch

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Glasfaser-Anschluss
In der Gemeinde Nesselwang sollen mehr Glasfaser-Anschlüsse verlegt werden. © firefox/panthermedia

Nesselwang – In der Marktgemeinde sollen mehr Haushalte an das schnelle Internet angebunden werden. Die Pläne dafür wurden jetzt im Gemeinderat vorgestellt. 

„Der Breitbandausbau in Nesselwang ist schon weit fortgeschritten. Nur noch drei Ortsteile – Bayerstetten, Hörich und Voglen – müssen erschlossen werden“, berichtete Bürgermeister Pirmin Joas (CSU) vergangene Woche im Gemeinderat. 

Ein privatwirtschaftliches Unternehmen, eine Kooperation eines bekannten deutschen Versicherungskonzerns und einem spanischen Telekommunikationsanbieter, stellte die Pläne für den weiteren Breitbandausbau im Markt vor.

Sandra Stredel, die Vertreterin des Unternehmens „Unsere Grüne Glasfaser” stellte die Pläne vor. „Im Zuge des Corona-Pandemie wurde eine schnelle und stabile Internetverbindung für das Homeschooling oder im Homeoffice immer wichtiger“, erläuterte sie den Gemeinderäten. „Die Verbindungsgeschwindigkeiten werden immer höher.“ Bei mehreren Teilnehmern in einem Haushalt wird es jedoch schwierig diese konstant zu halten. Hier kommt die Glasfaser ins Spiel. „Hier ist die Geschwindigkeit nach oben hin offen“.

Das Unternehmen biete ein offenes Netzwerk, in dem sich die verschiedenen deutschen Telekommunikationsanbieter draufschalten können. Von den Kommunen werde keine finanzielle Kostenbeteiligung verlangt. Überdies verspreche das Unternehmen einen schnellen Projektstart nach der Absichtserklärung mit den Kommunen innerhalb von zwei bis drei Monaten. Auch die Bauzeit ist nach Angaben der Unternehmensvertreterin mit sechs bis 12 Monaten recht kurz. Im weiteren verlange die Kooperation keine Mindestvorvermarktung um überhaupt mit dem Ausbau zu beginnen.

Kaum Glasfaser

„In Nesselwang haben derzeit 28 Prozent der Haushalte einen Anschluss mit mindestens 200 MBit, es gibt keinen Teilnehmer mit 1000 MBit und lediglich zwei Anschlüsse haben Glasfaser“, berichtete Stredel in der Sitzung. „In Nesselwang befinden wir uns mittlerweile in der dritten Stufe. Der nächste Schritt ist die Baukoordination.“

Auf Nachfrage aus dem Gremium erläuterte sie die Firmierung. „Glasfaser benötigt etwa 60 Prozent weniger Energie als Kupferleitungen. Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz.“ Das Unternehmen, das seit 2021 in Bayern vertreten ist und bereits deutschlandweit tätig ist, vermietet ihr Netz an die Telekommunikationsanbieter und geht mit dem Ausbau in Vorleistung. Mehrere Kommunen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind bereits Vertragspartner des Unternehmens.

Als nächsten Schritt ist eine Informationsveranstaltung für Eigentümer und Mieter geplant. „Wir fallen nicht wie Heuschrecken über einen Ort her und hinterlassen Chaos. Der Ausbau ist Straße für Straße geplant, jeweils in Abstimmung mit der Verwaltung“, erläuterte Stredel das Vorgehen. „Vor Baubeginn wird ein Begehung durchgeführt. Sollte ein Glasfasernetz vorhanden sein, wird dieses nicht überbaut. Das wäre sinnfrei.“

Entscheidung steht an

Bürgermeister Joas dankte für die Vorstellung sowie die Beantwortung der Fragen, die aus dem Kommunalparlament kamen. „In einer der nächsten Sitzungen werden wir uns beraten und dann eine Entscheidung treffen.“hoe

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