Schöner, aber anstrengender Aufstieg

Es sei ein idealer Tag gewesen, so Korbinian Schönberger, um den inneren Schweinhund zu überwinden. Im schwersten Stück des Tegelberglaufes, rund 500 Meter vor dem Ziel überholte der Oberpfälzer den bis dahin führenden und verteidigte die Führung. Während Schönberger den Aufstieg als sehr anstrengend bezeichnete, freute sich Eva Wehmeyer, die zum ersten Mal am Lauf teilnahm, über die schöne Landschaft. Sie brauchte dafür über 70 Minuten.

Schon kurz nach dem Start des inzwischen neunten Tegelberglaufes setzte sich Rene Stöckert an die Spitze des 215 Läufer und zwei Dackel zählenden Feldes und hielt die Führung über fast sieben Kilometer. Zwischenzeitlich musste sich der Abstand zwischen Schönberger und Stöckert erheblich vergrößert haben: „Ich dachte, den hol ich nicht mehr ein“, so Schönberger, der für das Team Salomon an den Start gegangen war. Kurz nach dem Grüble griff der Regensburger an, im mit schwierigsten Stück, wo die Läufer über Treppen vorankommen. „Ich hab das nicht geplant. Aber es war ein Tag, um den inneren Schweinehund „auszukotzen““, so der Läufer im Ziel – solche (Tage) gebe es nicht oft. Zwischendrin sei es einmal total dunkel gewesen um ihn, gestand der Sieger, da sei er nur noch gelaufen. Zwar hängt es nun noch am Bundestrainer ab, aber mit diesem Lauf dürfte sich Schönberger, wie auch Kerstin Straub / Team Salomon, die als beste Frau über die Ziellinie kam, für die WM in Slowenien qualifiziert haben. Beste Streckenzeit für Vierbeiner hat wahrscheinlich Gustl (4 Jahre) aufgestellt. Gemeinsam mit Schwester Hanni und Frauchen Eva Wehmeyer kam der Langhaardackel aus dem Westerwald nach 1:11:26,1 Stunden ins Ziel. Es sei ihr Geburtstagsgeschenk gewesen, so Eva Wehmeyer. Es sei toll und man ist „froh, wenn man oben ist“. Insbesondere nach den Stufen sei an k.o. Insgesamt war es ein idealer LAuftag. War seinerzeit der erste Lauf regelrecht ins Wasser gefallen und hatten zwischenzeitlich auch Läufe bei Gluthitze über die 1000 Höhenmeter stattgefunden, war es beim neunten Anlauf ideal – zwar trocken aber nicht übermäßig heit. Der Regen setzte auch erst ein, nachdem das Gros der Läufer im Ziel an der Bergstation angekommen war. Sämtliche Ergebnisse und Zeiten finden sich im Internet unter der Adresse des TSV Schwangau, der gemeinsam mit dem Füssener Sportclub den Lauf ausrichtet.

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