"Schon die Trennung ist eine Belastung"

Ein original gelbes Füssener Ortschild hat Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am vergangenen Freitag im Offiziersheim der Allgäu- Kaserne an Oberstleutnant Bodo Venn, den Kommandeur des Gebirgslogistikbataillons 8, übergeben. Venn wird bald zusammen mit 300 Soldaten das Flugzeug Richtung Prizren im Kosovo besteigen, wo das Füssener Kontingent vorwiegend für Wartung und Instandsetzung des Materials von rund 1500 deutschen Soldaten sorgen wird. Iacob brachte seinen Stolz auf die Soldaten zum Ausdruck, denen „keine leichte Aufgabe fernab der Heimat“ bevorstehe. Venn versprach, das Schild vor dem Stabsgebäude in Prizren aufzuhängen.

Die meisten Soldaten werden vier Monate im Kosovo verbringen, einige bis zu sechs Monate. Eine kleine Gruppe von zehn bis 15 Mann wird zudem die ISAF-Truppen in Afghanistan unterstützen – die gefährlichere Aufgabe, wie der stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Peter Utsch, beim anschließenden Appell auf dem Exerzierplatz erklärte. Der Frieden in den Krisengebieten sei labil, „aber wir haben Dank Ihres Einsatzes gute Aussichten, ein paar Schritte voranzukommen“. Die Einsatzorientierung sei stets ein wesentliches Kennzeichen der Brigade gewesen, erklärte Utsch, für manche Soldaten sei es bereits der fünfte oder sechste Einsatz im Ausland, ergänzte Venn. Bei ihrem Einsatz werden die Füssener Logistiker von Soldaten weiterer Einheiten unterstützt. Die ersten rund 50 Mann sollen im Juli in Marsch gesetzt werden, das Gros folge dann im September. Bis Mitte Februar soll der Großteil wieder zurück sein, erklärte Venn. Er forderte die Mitglieder des Koningents auf, das Angebot des Familienbetreuungszentrums der Bundeswehr wahrzunehmen, das Soldaten und Angehörigen in der schweren Zeit beistehen soll. Zahlreiche Erfahrungen Räumliche Enge, Einschränkungen der Privatsphäre und viel Arbeit – das alles wird die Soldaten im Feldlager erwarten, schwor der Kommandeurt seine Soldaten ein. Bereits die Trennung von Zuhause sei eine Belastung. „Aber auch Not, Elend, Ungerechtigkeit werden Ihnen begegnen“, erklärte er. „Sie werden sich selbst und den Charakter ihrer Kameraden besser kennen lernen“, so Venn weiter, ebenso gehören Enttäuschungen zu den Erfahrungen eines Auslandseinsatzes, „aber auch das, was die Bundeswehr prägt – Kameradschaft“.

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