Ein Schritt nach vorn

Heuer stellt die Füssener Stadtverwaltung eine Ferienbetreuung für Kinder zur Verfügung. Das hat der Ausschuss für Kultur, Soziale Angelegenheiten und Sport (KSS) vergangene Woche abgesegnet. In den Sommerferien, wenn Schulen, Kitas und Kigas geschlossen sind, werden so 34 Kleinkinder im Kindergarten „Pusteblume“ und zehn Grundschüler in den Räumen der Mittagsbetreuung versorgt. Die Stadt organisiert dieses Angebot in diesem Jahr zu ersten Mal.

Zuvor hatte die Stadtverwaltung die Füssener Eltern von Kleinkindern angeschrieben und nach ihrem Bedarf an einer Ferienbetreuung gefragt, wie Markus Gmeiner von der Stadtverwaltung erklärte. Das Ergebnis: Eltern von vier Krippenkindern, 30 Kindergartenkindern und zehn Grundschülern haben Bedarf. Nun werden im August die 34 Klein- und Vorschulkinder in der „Pusteblume“ versorgt. Diese Analyse sei jedoch nicht ganz einfach gewesen, da sich die Zeiten, zu denen Eltern eine Aufsicht für ihre Sprösslinge benötigen, von Familie zu Familie stark unterscheiden. Kigas sollen wechseln Ursprünglich war das AWO-Familiencafé als Betreuungsstätte vorgesehen. Davon sei man jedoch abgekommen, weil es keinen Garten hat. Damit hätten die Kinder im heißen August die ganze Zeit im Haus bleiben müssen. Die Pusteblume sprang heuer ein, jedes Jahr soll aber ein anderer Kindergarten die Aufgabe übernehmen. Für die zehn Schulkinder gibt es ebenfalls eine Betreuerin. Ihr hat Gmeiner die Unterstützung der Stadt zugesagt. Sie soll ihr Konzept vorlegen und bekomme dann die Materialien und das Personal, das sie für die Betreuung der Grundschulkinder braucht, versicherte er. Gleichzeitig prognostizierte er einen steigenden Bedarf für die Ferienbetreuung in den kommenden Jahren, wenn dieses Angebot sich herumgesprochen hat. Warum denn schließen? „Toll, dass es so geklappt hat“, meinte Stadträtin Hannelore Semmlin-Leix (SPD), auch Petra Schwartz (Grüne), freute sich. Generelles Unverständnis darüber, dass Kindergärten überhaupt im Sommer schließen, äußerte hingegen Stadtrat Klaus Zettlmeier (CSU). Man könne einen Kindergarten nicht einfach zusperren, „ich kann das nicht nachvollziehen“, erklärte er.

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