Mit dem Fahrrad zum Comersee

Schüler des Gymnasiums beschließen ihr Projekt Alpenüberquerung mit einer Präsentation

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Am Ziel angekommen – nach fünf Tagen auf dem Mountainbike erreichen die Gymnasiasten aus Füssen ihr Ziel Comersee.

Füssen – In fünf Tagen 420 Kilometer bis zum Comersee in Italien – und das mit dem Mountainbike. Dieser Aufgabe hat sich das Projekt-Seminar Sport des Gymnasiums Füssen im vergangenen Schuljahr gestellt. Um ihr Projekt abzuschließen, veranstalteten die Schüler kürzlich eine Abschlusspräsentation.

Als Abschluss des Projektes stellte die Gruppe seine bereits im Juli gemeisterte Alpenüberquerung anhand einer Power-Point-Präsentation vor. Eltern, Sponsoren, Lehrer und Mitschüler hatten die Möglichkeit, mit den elf Schülerinnen und Schülern ihre Reise noch einmal Revue passieren zu lassen. „Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein und ich hoffe, ihr seid es auch“, lobte Sinz seine Schüler. Neben einer guten Planung, sei die Gruppendynamik sehr gut und Schwächen des Einzelnen kein Problem gewesen. 

Der organisatorische Aufbau des Seminars wurde einleitend erklärt. In verschiedenen Arbeitsgruppen waren die Schüler aufgeteilt und selbstständig verantwortlich für die Planung der Route, die Unterkünfte sowie für die Dokumentation und vor allem die Finanzierung der Fahrt, die durch einige Sponsoren ermöglicht wurde. Als Vorbereitung auf die Tour bekamen die Schüler einen Bike-Workshop bei „needful-bikes“ in Schwangau, wo sie praktische Reparatur-Übungen am eigenen Rad vornehmen durften. Die Kenntnisse seien aber zum Glück nicht nötig gewesen, so das P-Seminar. 

Gute Vorbereitung 

Auch ein spezielles Fahrtechnik-Training mit Radprofi Markus Hönle wurde von der Gruppe organisiert. Dabei wurde beispielsweise die Balance auf dem Rad trainiert. Die Teilnahme am Mountainbike-Marathon in Pfronten war ebenfalls Teil der Vorbereitung, noch dazu ein erfolgreicher, denn Paul Keller stand ganz oben auf dem Stockerl, Lena Haslach fuhr auf den zweiten Platz. 

Nach der „Säulingrunde“ als Generalprobe startete die Gruppe am 14. Juli ihre Alpenüberquerung. Jeder einzelne Tag war von jeweils zwei Schülern geplant worden, die nun ihrem Publikum die jeweilige Tagesetappe vorstellten und kommentierten. Berichtet wurde unter anderem von Navigationsschwierigkeiten, die zum ein oder anderen Umweg mit mehr Höhenmetern als geplant führten. Zusätzlich gab es kleinere Probleme, wie leere Batterien des GPS-Geräts, die ersetzt werden mussten und bei denen klar wurde, dass „man sich auch auf dem Weg zum Supermarkt verfahren kann“. 

Neben Strecken, für die Teile der Gruppe die Gondel dem Rad vorzogen, seien vor allem die Abfahrten ein Highlight gewesen. „Wir machen jetzt keine Geschwindigkeitsangabe, unseren Eltern zuliebe“, kommentierte Magnus Sutor die teils risikoreichen Strecken. 

Italien genießen 

Trotz der Anstrengung tagsüber blieb den Schülern abends genug Energie, um beispielsweise das örtliche Schwimmbad zu testen oder in Serino gegen einige italienische Jugendliche Fußball zu spielen. Die Gäste bekamen so in eineinhalb Stunden ein Bild davon, was die Schüler während der Woche erlebt hatten. Die Schüler bedankten sich auch bei den Sponsoren und den begleitenden Lehrkräften Gudrun Biebach und Mathies Sinz sowie einem Vater, der Lebensmittel und Gepäck für die Gruppe transportiert hatte. 

Abschließend zeigten die Schüler einen Film aus dem Videomaterial, das während der Fahrt entstanden war. Alle Schüler sind sich einig, dass die Alpenüberquerung ein empfehlenswertes Projekt sei, das unbedingt fortbestehen müsse. „Wir würden das sofort wieder machen“.

js

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