Blick hinter die Kulissen

Bäckermeister Manfred Holzmayr zeigt den neugierigen Schülerinnen, wie das Muster für einen Zopf zustande kommt. Foto: ed

Reutte – Siebtklässler der Neuen Mittelschule, des Gymnasiums und Schüler der polytechnischen Schule hatten vergangene Woche die Chance, verschiedene Lehrberufe in der Reuttener Wirtschaftskammer (WK) kennen zu lernen. 370 Schüler aus Reutte, Tannheim, Ehrwald, dem Lechtal und Vils schauten vorbei.

„Ganz wichtig war es uns auch“, so WK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Winkler, „die Eltern mit ins Boot zu nehmen, denn der Weg zum Auszubildenden führt über das Elternhaus“. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung werde es besonders für kleinere Betriebe immer schwieriger, Nachwuchs zu bekommen. Beim 10. Außerferner Berufsfestival nutzten daher jetzt 26 Unternehmer an zwei Tagen die Gelegenheit, sich den künftigen Lehrlingen als Arbeitgeber zu präsentieren.

Zudem wurden im Rahmen eines Elterninformationsabends die Erziehungsberechtigten über Möglichkeiten der Potenzialanalyse – das heißt Stärken und Fähigkeiten ihres Kindes zu testen – informiert. Mittels einer so genannte „Talent-Card“ haben Jugendliche die Möglichkeit, bei einem vierstündigen Tests ihre Begabungen und Interessen als Entscheidungshilfe auszutesten. 

An den verschiedenen Stationen wurden nicht nur die verschiedenen Berufsbilder vorgestellt. Die Schüler hatten auch die Gelegenheit, ganz praktisch ihre Fertigkeiten auszutesten. Vorgestellt wurden unter anderem die Berufe der Metalltechnik, die breite Palette der Ausbildungsmöglichkeiten im Tourismus, im Maler-, Bäcker-, Kraftfahrzeug- und Tischlerhandwerk sowie in der Pharmazie, des Bankwesens und des Handels. 

Gesellschaftspolitisch 

Für WK-Obmann Michael Baldauf ist das Reuttener Berufsfestival wirtschaftspolitisch gesehen sehr wichtig: „Es ist auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe, kleineren Betrieben Lehrlinge zuzuführen“. Auf der anderen Seite sei es jedoch auch von großer Bedeutung, dass die Betriebe in das „Potenzial Mensch“ investieren, da sie sonst irgendwann „auf der Strecke bleiben“, erklärte Obmann Baldauf. 

Weitere Infos gibt es bei Susanne Schiftner von der Wirtschaftskammer Reutte unter der Telefonnummer +43 5 90 905 36 10 oder der E-mail-Adresse suanne.schiftner@wktirol.at. ed

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