Auf den Spuren der Wittelsbacher

Schülerinnen und Schüler entwickeln Wander-Erlebnismedium

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Schüler des Staffelsee-Gymnasiums Murnau und des Bundesrealgymnasiums Reutte mit Landrat Anton Speer (8. v.l.), Landkreis-Koordinator Dr. Nikolaus Faulstroh (4. v.r.), Euregio-Geschäftsführerin Erna Andergassen (rechts), Jürgen Janku, Geschäftsführer der Firma Seitwerk GmbH (2. v.r.), Magdalene Wünsch, Lehrerin Staffelsee-Gymnasium (3. v.r.), Heidi Korte, Lehrerin Staffelsee-Gymnasium (5. v.r.), Josef Holzmann, Schuldirektor Staffelsee-Gymnasiums (6. v.r.) sowie Manuel Sarapatka, Lehrer am Bundesrealgymnasium Reutte (4. v.l.)

Reutte/Murnau – Wer wollte nicht schon einmal auf Königswegen wandern? Möglich ist das mit einem Kartenquartett mit QR-Codes, die auf die Internetseite www.königswege.bayern führen. Entwickelt haben dieses Wander- Erlebnismedium Schüler aus Bayern und Tirol.

Anstoß für die Entwicklung eines solchen Mediums war die Bayerische Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“, die von Mai bis November im Kloster Ettal stattfand. Bereits im September 2017 begannen Oberstufenschülerinnen und -schüler des Staffelsee-Gymnasiums in Murnau und des Bundesrealgymnasiums Reutte unter dem Titel „Königswege und Bergresidenzen im Voralpenland von Bayern und Tirol“ mit ihrer Projektarbeit. 

Die Murnauer Schüler haben die Arbeit im Rahmen eines Projekt-Seminars und eines Wahlkurses ausgeführt und die Tiroler Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtkurs Geschichte. In gemischten tirolerisch-bayerischen Teams erforschten die Schüler das grenzübergreifende Wirken der Wittelsbacher im 19. Jahrhundert. Neben gemeinsamen Besichtigungen, Wanderungen und Treffen waren sie sowie die beteiligten Lehrkräfte über eine Cloud miteinander vernetzt, um Ideen und Materialien auszutauschen.

Im Rahmen einer Präsentation im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen stellten die Beteiligten das fertig ausgearbeitete Wander- und Erlebnismedium nun vor. Thematisch dreht sich dabei alles um die bayerischen Hoheiten König Max II., Königin Marie und Märchenkönig Ludwig II. sowie um die Jagdhütten, Reitwege, Königsstraßen und Wanderrouten der bayerischen Herrscher. Die Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren zahlreichen Exkursionen, beispielsweise nach Schloss Linderhof und ins Tiroler Lechtal, oder von den Drohnenvideos am Schachen, die für die Internetseite erstellt wurden. 

Dank vom Landrat 

Der Garmisch-Partenkirchner Landrat Anton Speer dankte in seiner Begrüßung allen am Projekt Beteiligten und sagte: „Mit diesem Projekt ist im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung etwas Nachhaltiges für die Gäste und Einheimischen geschaffen worden. Mit Hilfe des Kartenquartetts und der Internetseite können nun die Königswege in unserer Grenzregion komfortabel und vor allem informativ erkundet werden“. 

Auch der Schulleiter des Staffelsee-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Josef Holzmann, zeigte sich von der Arbeit der Schüler beeindruckt. „Besser geht’s nicht“, so Holzmann.

Demnächst erhältlich 

In der nächsten Zeit soll das Kartenquartett in den Tourismusinformationen der Grenzregion erhältlich sein. Dann heißt es: Karte und Smartphone einstecken, QR-Code einscannen und schon erscheint die gewünschte Wanderkarte auf dem Display. In der aufgerufenen Karte kann dann navigiert werden und es können zusätzlich interessante Informationen beispielsweise zu Schlössern, Denkmälern oder besonderen Orten abgerufen werden. Die entsprechende Internetseite www.königswege.bayern ist schon jetzt aufrufbar. Gefördert wurde das Projekt von der EU aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung „Interreg Österreich-Bayern 2014-2020“. 

Leadpartner des Projekts war der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit Unterstützung des katholischen Kreisbildungswerks Garmisch-Partenkirchen und der Geschäftsstelle der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel. Als externer Partner unterstütze die Firma Seitwerk GmbH mit Technik und Design, insbesondere bei der Erstellung der responsiven Internetseite. Sachkundige Historiker teilten ihr Wissen mit den Schülerinnen und Schülern. Unterstützt wurde die Arbeit zudem vom Museum der Bayerischen Könige, vom Geheimen Hausarchiv und vom Haus Wittelsbach selbst.

kb

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