Stadtrat verständigt sich auf weiteres Vorgehen

Photovoltaik für die Füssener Mittelschule

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Im südlichen Bereich der Mittelschule soll nach derzeitigem Stand der Planungen ebenfalls Photovoltaikanlagen installiert werden.

Füssen – Bereits 2021 soll mit Sanierung und Umbau der Grund- und Mittelschule begonnen werden. Seit dieser Zeitplan steht, vergeht kaum eine Sitzung des Stadtrates, in der die Räte keine Entscheidung im Zusammenhang mit dem Projekt treffen müssen.

So befürwortete das Stadtparlament jetzt kurz vor den Feiertagen grundsätzlich den Bau einer Photovoltaikanlage. Gleichzeitig sprach sich das Stadtparlament auf Drängen des Landratsamtes für die Aufstellung eines Bebauungsplans aus. 

Die Photovoltaikanlage, die im Zuge der Bauarbeiten auf den Dächern des südlichen Bereichs der Mittelschule, der Mensa und der Turnhalle installiert werden soll, wird nach dem derzeitigen Stand der Pläne aus 770 Modulen bestehen und soll 198.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Damit sollen den Berechnungen zufolge etwa 80 Prozent des Strombedarfs der Schule gedeckt werden. 

Die jährliche Kohlendioxid-Einsparung liegt demnach bei rund 85 Tonnen, die Kosten betragen voraussichtlich ca. 345.000 Euro. Diese Ausgaben sollen sich nach zehn Jahren amortisiert haben, hieß es dazu in der Sitzung. Einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, das vorgelegte Konzept weiter zu verfolgen. 

Beheizt werden soll die Lehreinrichtung nach aktuellem Stand der Planungen durch eine Grundwasserwärmepumpe. Gleichzeitig soll dieses System auch zur Kühlung genutzt werden. Der Kinderhort soll dagegen über einen Gasbrenner beheizt werden. 

Zweifel äußerten allerdings die Stadträte Andreas Eggensberger (CSU) und Jürgen Doser (FW), die sich für Heizkühldecken statt einer Fußbodenheizung aussprachen. Eine solche ist laut Planer aber nicht installierbar, da die Gebäudedecken für Leitungen und Kabel gebraucht werden. Auch hier stimmte das Gremium dafür, die vorgelegte Planung weiter zu verfolgen. 

Keine Förderung

Darüber hinaus beschlossen die Stadträte, an den bisherigen Plänen für einen Allwetterplatz festzuhalten. Dieser sieht auch einen erweiterten Pausen- und Betreuungsbereich vor. Der Haken: der Platz wird in seiner jetzt geplanten Form und Größe nicht gefördert, wie Andreas Linder vom städtischen Bauamt erläuterte. 

Um an Fördergelder zu kommen, müsste der Allwetterplatz größer gebaut werden, was wiederum zu einer Verkleinerung von Pausen- und Betreuungsbereich führe. Unterm Strich wird laut Linder der kleinere Platz die Stadt rund 18.000 Euro mehr kosten als der förderfähige größere Platz. Die Räte sprachen sich dennoch für die kleinere und teurere Lösung aus. „Wenn ich sehe, dass die Ganztagsklassen zunehmen werden, bitte ich, das so zu machen!“, sagte SPD-Stadträtin Ilona Deckwerth. Niko Schulte (CSU) ergänzte in Anspielung auf die hohen Kosten für das Vorhaben – die Stadt wird wohl 22 bis 25 Millionen Euro aus dem eigenen Haushalt stemmen müssen – : „Bei 25 Millionen tun 18.000 nicht weh!“ 

Der vom Landratsamt Ostallgäu wegen der geplanten Geschosszahlen bzw. Höhen der Gebäude geforderten Aufstellung eines Bebauungsplans stimmte der Rat gleichfalls zu. Dieser erhält die Bezeichnung „N73E – Bürgermeister-Wallner-Straße Nordwest“.

mm

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