Schulsozialarbeit beginnt

Schulleiterin Sylvia Kiesel, Landrat Fleschhut wünschen der Sozialpädagogin Marietta Zinsberger-Garscha (Mitte) zusammen mit Jugendamtsleiterin Petra Mayer und Peter Seider vom Erziehungs- und Jugendhilfeverbund Ostallgäu einen erfolgreichen Start an der Grundschule Füssen-Schwangau. Foto: privat

Mit dem ersten Schultag im neuen Jahr ist die Jugendsozialarbeit an der Grundschule Füssen-Schwangau gestartet. Die Diplom-Sozialpädagogin Marietta Zinsberger-Garscha ist die erste sozialpädagogische Fachkraft der Jugendhilfe an einer Grundschule im Landkreis Ostallgäu. Sie hat die Aufgabe, Kinder mit Problemen bereits ab der Einschulung fachlich zu unterstützen und die Eltern und Lehrer zu beraten. Sie arbeitet bereits seit über zehn Jahren als Sozialpädagogische Familienhelferin für das Jugendamt.

Auch im Landkreis Ostallgäu wird es für die Grundschulen zunehmend schwieriger, nicht nur ihren Bildungs-, sondern auch ihren Erziehungsauftrag zu erfüllen, erklärt Susanne Kettemer, Sprecherin des Landratsamts. Immer mehr Kinder zeigen bereits bei der Einschulung Probleme im Sozialverhalten und im Umgang mit Regeln. Landrat Johann Fleschhut (FW): „Die bisherige Arbeit mit sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigen Schülern an den Mittelschulen, der Berufsschule und den Förderzentren im Landkreis hat gezeigt, dass der Großteil derer, die Unterstützung und Hilfe benötigen, bereits im Grundschulalter die ersten Probleme zeigte.“ Die Grundschule Füssen-Schwangau ist mit cirka 600 Schülern die größte Grundschule im Landkreis und war auch die erste, die den Migrationsanteil von mindestens 20 Prozent überschritten hat. Der ist für die Aufnahme in die staatliche Förderung notwendig. Dazu kommt, dass der Einzugsbereich der Schule nach den Ergebnissen einer so genannten Sozialraumanalyse aus dem Jahr 2009 eine überdurchschnittliche soziale Belastung aufweist. Weitere folgen Die Stadt Füssen und die Gemeinde Schwangau übernehmen zusammen die Hälfte der Kosten, die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg, hat die Trägerschaft für die Maßnahme übernommen. In einem nächsten Schritt sollen auch die Grundschulen in Buchloe und Marktoberdorf sozialpädagogische Unterstützung erhalten. An den Grundschulen in Germaringen und Obergünzburg werden Grundschüler künftig durch die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an der örtlichen Mittelschule in Einzelfällen mit betreut.

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