Im Schwangauer Forst werden derzeit Unwetterschäden beseitigt

Aufräumen im Wald

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Mit dem Steilkran werden derzeit die Baumstämme aus dem Gelände auf den Weg gebracht.

Schwangau – An die jüngsten Unwetter dürften die Schwangauer noch einige Monate erinnert werden.

So lange jedenfalls wird man die Kettensäge noch im Dorf zu hören bekommen, wie Bürgermeister Stefan Rinke in der jüngsten Gemeinderatsitzung in der vergangenen Woche mitteilte. Auch am Schutzengelweg kommt es durch Fällarbeiten zu Behinderungen. Dieser bleibt bis einschgießlich nächsten Freitag, 22. Seotember, gesperrt, wie Ilona Seestaller von der Schwangauer Tourist Info am Dienstagmorgen mitteilte.

 Verdreht, abgeknickt oder einfach umgedrückt wie Streichhölzer wurden die Bäume bei den jüngsten Unwetter und sogenannten Starkwindereignissen. Bürgermeister Rinke thematisierte die Sturmschäden gleich im ersten Tagesordnungspunkt und zeigte Bilder der Schäden. Betroffen ist das gesamte Ortsgebiet, der Kurpark ebenso wie der Bannwaldsee-Campingplatz und Gehölze auf freier Flur sowie innerhalb kleiner Waldungen. 

Besonders heftig traf es dabei unter anderem auch den „Alpenrosenweg“, der deshalb auf absehbare Zeit gesperrt bleiben wird, während derer der WAF die Schäden beseitigen soll. 

Sicherheit geht vor

Aufgrund der Sturmschäden werde man auch auf absehbare Zeit die Kettensäge hören, so Rinke. 

Denn es gelte nicht nur, die unmittelbar betroffenen Bäume zu fällen oder zu zerlegen, sondern auch Bäume, die durch die umfallenden Bäume in Mitleidenschaft gezogen wurden. Um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen, könne es zu Sperrungen betroffener Wege kommen. Dabei weiß Rinke die Zustimmung der Versicherer auf seiner Seite.

In diesem Zusammenhang machte er auch auf Einschränkungen am Schutzengelweg aufmerksam. Außerdem sei es den starken Stürmen zu verdanken, dass am bzw. um den Rohrkopf auf dem „Schutzengelweg“ nun ein Seilkran zur Holzbringung eingesetzt werden kann. Durch die Sturmschäden im Bereich Passau, wo die Bayerischen Staatsforsten vorübergehend ihre Arbeiten ausgesetzt haben, habe der Betreiber des Seilkranes derzeit noch Kapazitäten frei gehabt, teilte Rinke in der Sitzung mit.

Deshalb werde nun für die Dauer von rund vier Wochen mit Hilfe des Seilkrans Holz aus dem schwer zugänglichen Areal am Rohrkopf bzw. im Bereich des ebenfalls betroffenen „Schutzengelweges“ geholt. Daher müssten Wanderer mit Behinderungen bzw. auch der Sperrung des Wanderweges rechnen.

Rinke warb um Verständnis für die Maßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen, die Vermieter und Hoteliers ihren Gästen zeitnah mitteilen sollten. „Wir bitten darum, die Warnhinweise ernst zu nehmen!“ Bei der Aktion sollen insgesamt 300 bis 400 Kubikmeter Holz aus dem Forst entnommen werden. Rinkes Dank galt dabei auch dem inzwischen im Ruhestand befindlichen Forstdirektor Robert Berchtold.

gau

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