Neue Verankerung ist nötig

Marienbrücke bleibt bis Herbst 2022 für Besucher geschlossen

Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein.
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In schwindelerregender Höhe überspannt die Marienbrücke die Pöllatschlucht. Weil ihre Felsanker erneuert werden müssen, bleibt sie bis Herbst 2022 für Besucher gesperrt.
  • Katharina Knoll
    vonKatharina Knoll
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Schwangau - Die Marienbrücke neben Schloss Neuschwanstein braucht neue Felsanker. Deshalb bleibt sie bis Herbst 2022 für Besucher gesperrt. Das gibt jetzt die Bayerische Schlösserverwaltung bekannt.

Nachdem die Bayerische Schlösserverwaltung die 90 Meter hohe Marienbrücke statisch untersuchen hat lassen, steht nun fest: Die Brücke braucht neue Felsenanker. Die Überprüfung hat ergeben, dass die bestehenden Felsenanker, die bis zu 15 Meter in den Felsen gebohrt sind, ausgetauscht bzw. zusätzliche gesetzt werden müssen.

Die bei Touristen beliebte Marienbrücke, die einen spektakulären Blick in die Tiefe und auf Schloss Neuschwanstein bietet, überspannt auf einer Länge von 35 Metern die Pöllatschlucht. Dieses alpine Gelände macht die Sanierungsarbeiten jedoch außergewöhnlich und technisch anspruchsvoll. Nach Informationen der Bayerischen Schlösserverwaltung sollen die Planungen dafür noch heuer abgeschlossen werden.

Die Arbeiten sollen dann im Frühjahr kommenden Jahres beginnen. Sie dauern voraussichtlich bis Herbst 2022. Bis dahin bleibt die Brücke geschlossen.

Ein Novum seiner Zeit

König Maximilian II. hatte in der Umgebung von Hohenschwangau Wege und Aussichtspunkte anlegen lassen, um die Landschaft genießen zu können. Als Geburtstagsgeschenk für seine bergsteigende Gemahlin Marie ließ er in den 1850er Jahren einen hölzernen Reitersteg hoch über dem Pöllatbach errichten. Diesen Steg ließ Maximilians Sohn König Ludwig II. durch eine Brücke in einer eleganten Eisenkonstruktion ersetzen.

Die Konstruktionsweise der Brücke war seinerzeit ein Novum: Ohne weitere Stützen überspannt die Brücke die steil abfallende Pöllatschlucht und wird ausschließlich von den auf beiden Seiten im Felsen befestigten Verankerungen gehalten. Ludwig II. hatte stets ein Faible für technische Neuerungen. 1978 musste die historische Brücke durch einen Neubau ersetzt werden. Dabei konnten nur die historischen Geländer wiederverwendet werden.

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