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Schwangau: Mehr als nur Schloss Neuschwanstein

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Tourist Information Schwangau
Die Ausstattung der neuen Schwangauer Tourist-Information im „Schlossbrauhaus” wird mit Hilfe europäischer Fördergelder finanziert. © Tourist Information Schwangau

Schwangau – Planmäßig verläuft der Innenausbau der neuen Tourist Info im „Schlossbrauhaus“. Was bis zum Sommer dort passieren soll.

Voraussichtlich ab Juni werden die Besucher der Tourist Information in einem modernen, mit heimischen Hölzern und ökologischen Materialien gestalteten Beratungsraum empfangen. Daneben steht den Gästen künftig ein Informations- und Lesebereich, mit bestem W-LAN-Empfang als Aufenthaltsbereich zur Verfügung. Darüber hinaus soll es einige technische Innovationen geben, wie Tourismusdirektorin Sylvia Einsle verrät.

Der neue Standort im „Schlossbrauhaus“ erfüllt die heutigen Anforderungen in Bezug auf Ausstattung, Platzangebot, Parkplätze, Barrierefreiheit und öffentlichen WC-Anlagen. Durch die freistehende Lage des Gebäudes unweit der B17 wird die neue Tourist Info zudem viel besser sichtbar sein. Durch die großen Glasflächen und lichtdurchflutenden Räume herrscht eine helle und freundliche Atmosphäre. Darüber hinaus hoffen die Verantwortlichen durch die Nähe zum „Schlossbrauhaus“ mit seinem Gastronomie-Angebot auf Synergieeffekte.

Ziel des Vorhabens ist es unter anderem, durch mehr Platz die Beratungsqualität zu steigern. Durch den Einsatz digitaler Medien wie beispielsweise Veranstaltungsinfos via Display sollen die Besucher außerdem von mehr Übersichtlichkeit profitieren. Hinzu kommt ein barrierefreier Beratungsplatz.

„Kommunikationszentrale“ im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe zum Beratungsbereich soll ferner ein Verweil- und Info-Bereich für die Besucher eingerichtet werden. Hier findet der Gast des Heilklimatischen Kurorts gleichzeitig den klassischen „Lesesaal“, also eine „Kommunikationszentrale“ mit kostenlosem WLAN-Zugang per Bayern-WLAN. Ihn erwarten an diesem Ort die Kerninformationen über die lokalen Lebensbereiche.

Ebenso finden auch Kurgäste weitere Informationen zu Gesundheitseinrichtungen und Erholungsangeboten in dem Kurort. Einheimische wie Gäste werden über die Natur und Umwelt informiert. Damit soll zugleich die Besucherlenkung positiv beeinflusst werden. „Schwangau ist mehr als nur Schloss Neuschwanstein und es gilt in dieser einzigartigen Landschaft immer auch die Lebensräume von Menschen und Tieren zu berücksichtigen”, heißt es dazu vonseiten der Tourist-Information.

Im Obergeschoss mietet die Gemeinde weitere Räume für den Tourismusbereich an und stattet diese mit Hilfe von Fördermitteln aus. Hier sind neben dem Leitungs-Büro auch die Arbeitsplätze des Bereichs Kommunikation, Veranstaltungsmanagement und für allgemeine Backoffice-Tätigkeiten untergebracht. Ein moderner Schulungsraum für interne Schulungen und Videokonferenzen, der auch für die Information und Schulung der Leistungsträger vor Ort dienen soll, ist ebenfalls geplant.

Aufwendiges Verfahren

Die Ausstattung der neuen Räumlichkeiten wird mit rund 240.000 Euro aus dem REACT-EU Programm der EU gefördert. Im Rathaus ist die Freude darüber groß: „Es war eine effektive Zusammenarbeit zwischen unserem Tourismusbereich und der Regierung von Schwaben“, resümiert Bürgermeister Stefan Rinke (CSU).

Wobei die Vorbereitung des Förderantrags umfangreich und aufwendig gewesen sei. „Da mussten und müssen auch in Zukunft viele Auskünfte erteilt, Berechnungen erstellt und Nachweise erbracht werden“, erläutert Tourismusdirektorin Sylvia Einsle. Dank der Beratung der Förderungsspezialisten um Claudia Klein von der Regierung konnte die Förderung aus dem EU-Fonds genutzt und dadurch sogar ein höherer Fördersatz erreicht werden als ursprünglich geplant.

Mit dem Umzug der Tourist-Info ins „Schlossbrauhaus“ wird auch eine weitere Webcam installiert. Aus neuer Perspektive werden Bilder und Wetter-Informationen aus Schwangau rund um die Uhr im Internet zu sehen sein. „Wir haben bereits andere, sehr beliebte Webcams an verschiedenen Orten installiert“, so Tourismusdirektorin Einsle. Die neue Kamera ermögliche einen besonders guten Rundblick von St. Coloman über den Kurpark bis zum Forggensee. Sogar gute Nachtbilder soll es geben. „Da kann man gemütlich vom Sofa aus beobachten, wie Schloss Neuschwanstein um 23 Uhr täglich schlafen geht“, schwärmt Einsle.

Als weiteren digitalen Gästeservice soll im Frühjahr in der ersten Etage auf der Aussichtsterrasse des „Schlossbrauhaus“ ein sogenannter „Fotopoint“ eingerichtet werden. An diesem Platz können Besucher ein Foto von sich mit Neuschwanstein und dem Ammergebirge im Hintergrund machen. Das Erinnerungs-Selfie steht sofort kostenlos auf dem Handy zur Verfügung und kann in den sozialen Medien geteilt werden. „Wir sind überzeugt, dass dieses Gimmick bei unseren Gästen gut ankommt,“ freut sich die Tourismusdirektorin über die technische Innovation.

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