Zwei Bewerberinnen für den Bundestag

Regina Renner und Regina Leenders möchten bei der Bundestagswahl 2021 für die SPD kandidieren

Regina Leenders
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Regina Leenders

Schwangau/Landkreis – Als Bewerberinnen für die Direktkandidatur bei der Bundestagswahl 2021, für den Bundeswahlkreis 257, nahmen die in Marktoberdorf beheimatete Regina Renner und die aus Memmingen stammende Regina Leenders die Gelegenheit war. Beide Bewerberinnen möchten für die SPD in den Wahlkampf gehen.

Regina Renner

Die Politikwissenschaftlerin und Pädagogin Regina Renner (35), verheiratet, ein Sohn, ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Würzburg. Sie beschreibt ihre Motivation zur Kandidatur wie folgt: seit ihrer Jugend als politischer Mensch, ist es ihr ein Anliegen Politik zu machen, die sich die Frage stellt, wo sind Ungerechtigkeiten vorhanden, wo sind Menschen benachteiligt und wie können wir, unabhängig von der Herkunft und dem Geschlecht, selbstbestimmtes Leben sowie dauerhaften Frieden und ökologische Lebensgrundlagen sichern.

Der Sozialstaat sei in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten und als Kandidatin der SPD möchte sie dafür kämpfen, den rasanten Wandel der Arbeitswelt und die Herausforderungen des Klimawandels zusammen mit den Gewerkschaften an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gestalten.

In ihrem Fokus stehen faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen, verbindliche Tarifverträge sowie ein Programm für mehr soziales und bezahlbares Wohnen. Die ökologische Wende müsse sozial, demokratisch und gerecht gestaltet werden und in punkto Verkehr plädiert sie für ein flächendeckenden und bezahlbaren ÖPNV.

„Antworten auf globale Fragen“

Die zweite Bewerberin Regina Leenders (29) ist Ensemblemitglied beim Landestheater Schwaben als Schauspielerin. Politisiert, einerseits durch die schlechten Arbeitsbedingungen und Bezahlung in ihrer Branche und andererseits durch den Aufstieg der AfD, die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und die Wahl Donald Trumps, trat sie 2017 in die SPD ein. Sie ist Vorsitzende der Jusos in Memmingen/Unterallgäu und somit auch im Vorstand der Jusos Schwaben.

Sie setze auf verstärkte direkte Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern, da dies das Herz der Demokratie sei. Dafür brauche man Mehrheiten und sie sehe es als ihre Aufgabe den Menschen die Angst vor Veränderungen zu nehmen.

„Wir müssen den Bürgern klar machen, dass die SPD Antworten auf die globalen Fragen unserer Zeit Antworten hat. Wir müssen ihnen wieder bewusst machen, dass wir alle im selben Boot sitzen, ob Pflegerinnen und Pfleger, Bauzeichner und Bauzeichnerinnen, Friseurinnen sowie Friseure, Kellner und Bedienungen, Schauspielerinnen wie auch Schauspieler und die vielen anderen“, sagte die Bewerberin aus dem Unterallgäu.

ed

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