Bürgermeister Rinke stellt Ziele vor

"Unbefriedigende" Zustände: Schwangau will weiterkommen

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Im kommenden Jahr will die Gemeinde Schwangau die Außenbeleuchtung an Schloss Neuschwanstein erneuern

Schwangau – Große Projekte stehen in den kommenden Jahren bei der Gemeinde Schwangau an. Einen Ausblick davon gab Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) jetzt in der Bürgerversammlung im Schlossbrauhaus Schwangau.

Eigentlich hatte sich die Schlössergemeinde schon heuer vorgenommen, die Außenbeleuchtung an Schloss Neuschwanstein zu erneuern. Doch dann kam das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ dazwischen. Das brachte neue Regeln mit sich, unter anderem was die Außenbeleuchtung von Gebäuden betrifft, erklärte Rinke. 

Deshalb werde das Märchenschloss jetzt nur noch bis 23 Uhr angestrahlt. Die Vorgaben an den Insektenschutz habe die Gemeinde schon an den zuständigen Planer weitergegeben. „Wir wollen das so schnell wie möglich machen“, damit das Schloss eine „hervorragend ökologisch verträgliche Beleuchtung“ erhält, sagte der Rathauschef. Daneben möchte die Gemeinde die Kinderspielplätze ausbauen. „Zum Jahresende soll die Planung anlaufen, damit wir sie nächstes Jahr sicher fertig stellen können“, sagte der Bürgermeister. 

Außerdem möchte die Gemeinde die Elektrik in der Grundschule sanieren, da sie in die Jahre gekommen sei. Die Gemeinde müsse noch die Straßenersterschließung fertigstellen, um die Frist einzuhalten, die 2021 abläuft. Denn: „Alle sollten die Ersterschließung bezahlen“, so Rinke. Das nächste große Projekt für die Gemeinde sei die Erweiterung des Kindergartens, die allerdings noch in der Planungsphase stecke. Es sei sehr erfreulich, dass der Kindergarten mittlerweile aus allen Nähten platzt, erklärte der Rathauschef. „Die Krippe wird sehr gut angenommen.“ Da keine Aufstockung in Frage komme, müsse sich der Gemeinderat Gedanken machen, wie mehr Platz entstehen könne. 

Infrastruktur verbessern

Auch bei den Bauleitplanungen Horn, Kröb, Waltenhofen und Hohenschwangau möchte die Gemeinde weiterkommen. Genau wie beim Kommunalen Denkmalschutzkonzept Hohenschwangau (KDK). Dadurch will Schwangau zusammen mit dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) und dem Freistaat Bayern die Situation in Hohenschwangau verbessern. Denn die Besucher möchten beim Besuch der Königsschlösser eine gute Infrastruktur vorfinden. 

Aber: „Die Zustände sind zum Teil unbefriedigend“, so der Rathauschef. Ein Planungsbüro wurde mittlerweile beauftragt, sich die Parksituation, die Verkehrsleitung, die Toiletten und den Ticketverkauf anzuschauen und einen Entwurf zu erarbeiten. Die Zukunft von Deutschlands größtem Stausee hat die Kommune dagegen beim „Masterplan Forggensee“ im Blick. 

Schwangau habe sich mittlerweile mit den Anliegerkommunen Rieden und Roßhaupten sowie einem Planer zusammengesetzt, der verschiedene Wege aufgezeigt habe. „Der Forggensee verlandet“, sagte Rinke. „Die Frage ist: Wie geht es mit der Landschaft in den nächsten zehn Jahren weiter.“ Entweder gehe man gegen die Verlandung vor, dann stelle sich die Frage, was man mit den Sedimenten tue, oder man arrangiere sich mit dem Vorgang. „Wir brauchen eine seriöse wissenschaftliche Untersuchung“, lautete Rinkes Fazit. Danach könne man sich mit dem Landkreis und dem Freistaat in Verbindung setzen. 

Wasserschutzgebiet ausweisen

Mit Wasser, und zwar mit dem eigenen Trinkwasser, muss sich die Gemeinde ebenfalls in naher Zukunft beschäftigen. Denn sie muss ein neues Wasserschutzgebiet ausweisen. „Betroffen sind nur landwirtschaftliche Flächen“, so der Schwangauer Rathauschef. 130 Grundstückseigentümer seien davon berührt. „Das wird eine große Aufgabe.“ 

Um Geld vom Freistaat bekommen zu können, will sich die Kommune außerdem um einen Entwicklungsplan für die Städtebauförderung, ein bürokratisches Instrument, kümmern. Denn unter anderem das Mitteldorf „hätten sicher eine Schönheitskur verdient“, meinte Rinke. Daneben stehen der Gehweg Seestraße Brunnen und die Erneuerung des Gebirgsjägerbrunnens auf der Agenda der Gemeinde.

kk

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