Erstes Gunglhos der Schwangauer Narren findet am kommenden Samstag statt

Auf der Zielgeraden

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Die Männer des Schlossballetts wollen beim Gunglhos im Schwangauer Schlossbrauhaus Höhepunkte im Programm setzen.

Schwangau – In der Faschingssaison 2017/2018 ist Eile angesagt: Schon am kommenden Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr findet das erste Gunglhos des Faschingsvereins Schwangau im Schlossbrauhaus statt.

Das Prinzenpaar, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isabella I. und seine Tollität Prinz Domenico I., werden dann den Schwangauer Fasching mit Hofstaat, Garden und Elferrat eröffnen. Das Thema lautet heuer zwanziger und dreißiger Jahre in Chicago. Es ist nicht das erste Mal, dass es im Schwangauer Fasching mehr als pressiert.

 Nachdem der Verein im November das Prinzenpaar quasi in letzter Minute gefunden hatte und das Thema erst am 11.11 bekannt gegeben wurde, hieß es beim Faschingsverein Schwangau raus aus der Schockstarre und Vollgas. Am 12. November stellte das amtierende Prinzenpaar im Schnellschuss einen Hofstaat zusammen. Circa 100 Aktive sind in der Schwangauer Fasnacht dabei.

Letzte Proben laufen 

Sensationelle Ideen wurden geschmiedet, Luftschlösser gebaut, sich in Utopien verrannt und am Ende wurden viele spektakulären Einfällen wieder verworfen. Letztendlich dachten die Aktiven alles noch einmal realistisch durch und setzten es um. Sie schrieben Texte, nähten Kostüme und erstellten Kulissen. Jeder gab nach Angaben des Vereins sein Bestes, um ein unterhaltsames Programm auf die Schlossbrauhausbühne zu bringen. Die große Garde trainiert das ganze Jahr, die Kindergarde wird ihre neuen Kostüme präsentieren und die Flummis werden im Stil der siebziger Jahre ganz retro das Publikum überraschen. 

Und nun beginnt der Endspurt: Die Aktiven nehmen den Saal des Schlossbrauhauses jeden Abend in Beschlag, um ihre Auftritte auch auf der Bühne zu proben. Passen die Requisiten? Funktioniert alles so, wie bei den Wohnzimmerproben besprochen oder muss noch einmal umgedacht werden? Das Programm und die Technik stehen, die Anmoderationen sind vergeben und einstudiert. Kostüme, Hüte, Perücken und Requisiten sind parat, die Texte gelernt und die Tänze sitzen. Alle sind bereit und stehen aufgeregt in den Startlöchern. 

Das Thema 2017/2018 verspricht nach Angaben des Faschingsvereins viel Lebensfreude, Glamour aber auch dunkle Geschäfte der Mafia und zwielichtige Gestalten der zwanziger und dreißiger Jahre in Chicago. „Roaring 20th“, Prohibition, der große Gatsby, Titanic, Swing und Jazz mit Glenn Miller, Benny Godmann oder Duke Ellington geben den Ton an. Fred Astair, Comedian Harmonists, Zara Leander oder Greta Garbo waren die Größen dieser Zeit. Nicht zu vergessen Bonny und Clyde, die damals kriminelle Geschichte schrieben. Bei dieser Vorlage dürfte es dem Publikum nach Ansicht des Vereins nicht schwer fallen, die richtige Maskerade zu finden. Die Besucher der Gunglhos sollen nämlich maskiert erscheinen, so wünscht es sich das Prinzenpaar. 

Der Pate in Schwangau 

Natürlich versuchen auch die Aktiven sich an das Thema anzulehnen. So haben ein dörflicher, alles regierender Pate samt hochbezahlter Gespielin und Undercover-Spione stets ein offenes Ohr für die Schwangauer Gerüchteküche. Die Füssener Lechweiber wissen viel über die Unstimmigkeiten in Stadt und Land zu berichten. Daneben wird das schwere Leben eines Berufsjägers besungen, das Schwangauer Lokal-TV zeigt die absoluten Highlights im Nachmittagsprogramm und grazile Meerjungfrauen steigen vielversprechend aus dem Dorfbrunnen empor. 

n Bourlesque zeigt sich die Prinzengarde mit ihrem Showtanz und das Schlossballett, der Höhepunkt des Abends, gibt ebenfalls alles. Auch bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle (KWGK) hat sich einiges getan. Sie hat sich verjüngt. An Nachwuchs fehlt es nicht, aber die Jungen treten in große Fußstapfen. Es wird sich zeigen, ob sie dem Schwung der „Alt-KWGKler“ gerecht werden.

kb

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