Blutvergießen beenden

Schwangauer gedenken Kriegsopfern – Bürgermeister Stefan Rinke ruft zur Verbundenheit mit Soldaten auf

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Kanonier Hubert Vollmair (v.l.), Beisitzer Mike Merath, Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke, Kompaniechef Major Sebastian Zank, Kompaniefeldwebel („Spieß”) Oberstabsfeldwebel Frank Rüppel, zweiter Vorsitzender Josef Wineberger, Schriftführer Günther Guderian und erster Vorsitzender Peter Bardzinski freuen sich über die Auszeichnung.

Schwangau – Mit Salutschüssen, Kranzniederlegung und Gedenkmesse haben in Schwangau die örtlichen Vereine, Bürger, die Musikkapelle Schwangau und eine zehnköpfige Abordnung der Patenkompanie der Gemeinde, die 1. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen, am Volkstrauertag den Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft gedacht.

So marschierte eine stattliche Anzahl von Schwangauer Bürgern mit der Schwangauer Musikkapelle und den Fahnenabordnungen der Schwangauer Vereine sowie einer zehnköpfigen Abordnung der 1. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen vom Schwangauer Rathaus zur Pfarrkirche St. Maria und Florian nach Waltenhofen. Dort zelebrierte Pfarrer Martin Maurer die Gedenkmesse.

Respekt vor den Opfern

Danach legten Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (CSU), der Vorsitzende der Veteranen- und Soldatenkameradschaft, Peter Bardzinski, und die Vorsitzende des VdK-Ortsvereins, Hildegard Peresson, unter drei Salutschüssen Kränze nieder. In seiner Rede am Kriegerdenkmal ging Bürgermeister Rinke auf die Frage ein, ob man diesen Gedenktag heutzutage noch brauche. Seine Antwort war eindeutig: „Ja, wir brauchen ihn, allein aus Respekt vor den Millionen Opfern.” Gewalt gebe es immer noch weltweit, um andere zu unterdrücken oder ihnen im Namen von Nation, Volk, Rasse, Religion oder Ideologie den eigenen Willen aufzuzwingen. Deshalb sei jeder aufgefordert, wo immer er kann, zu helfen, Blutvergießen zu beenden, Not zu lindern, Versöhnungsprozesse zu unterstützen und so Menschen vor Gewalt und Terror zu schützen. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass Deutschland sich an Friedensmissionen in der Welt beteiligt. Denn nicht beiseite zu stehen, sondern Verantwortung zu übernehmen, sei eine der Lehren der deutschen Geschichte. Diese Verantwortung übernehme heutzutage die Bundeswehr. 

Gefährliche Einsätze

Das bedeutet für die Soldaten, teilweise gefährliche Einsätze, in denen sie ihre Gesundheit und ihr Leben einsetzen, so der Rathauschef. Er forderte deshalb alle Bürger auf, nicht nur an solchen Gedenktagen ihre Verbundenheit mit den Soldaten zu zeigen und ihnen Respekt und Anerkennung für ihren Dienst zu zollen, den sie ja schließlich für alle leisten. Er selbst hatte erst kürzlich eine Wehrübung bei den Füssener Gebirgsaufklärern auf einem österreichischen Truppenübungsplatz absolviert (unsere Zeitung berichtete).

Nach dem Rückmarsch ins Mitteldorf hielt die Veteranen- und Soldatenkameradschaft ihre Jahresversammlung im Gasthof „Beim Schneiderhanser” ab, zu der sich auch die Musikkapelle, die Abordnung der Füssener Soldaten sowie einige Gemeinderäte versammelten. Dabei blickte der erste Vorsitzende Peter Bardzinski auf das vergangene Jahr zurück. In diesem hat der Verein erstmals zwei weibliche Soldaten aufgenommen. Nun hat er insgesamt 155 Mitglieder – mehr als in den vergangenen dreizehn Jahren, darunter sieben Angehörige der Patenkompanie. Außerdem feierte die Kameradschaft den Veteranenjahrtag. Ihr zweitägiger Vereinsausflug führte die die Mitglieder nach Franken.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Verleihung des Veteranenabzeichens. Damit ehrte der Kompanie-Chef der Patenkompanie, Major Sebastian Zank, als Vertreter der Bundeswehr sechs Mitglieder der Veteranen- und Soldatenkameradschaft Schwangau. Er stellt dabei die Werte in den Vordergrund, die alle verbinden: Kameradschaft und Pflichterfüllung im Dienst an der Gesellschaft. Die Verflechtung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft soll dadurch weiter verstärkt werden.

kb

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