Blick über den Tellerrand

Schwangauer Gemeinderat informiert sich im Berchtesgadener Land

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Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann (Mitte) führt die Schwangauer Delegation durch die Windachlklamm, die ähnlich der Pöllatschlucht ist.

Schwangau – Es war ein straffes Programm, das der Schwangauer Gemeinderat jetzt bei seiner dritten Fachinformationsinformationsfahrt absolvierte. Nach dem Bodensee und Kitzbühel ging es diesmal ins Berchtesgadener Land.

Schon bei der Anreise wurde in Bad Tölz ein Zwischenstopp beim Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland (KDZ) eingelegt, wo sich die Räte über die Arbeit der Verkehrsüberwacher informierten. Dieser überwacht bekanntlich unter anderem den Verkehr in Schwangau und Füssen. Zudem machten sich die Räte über neue Dienstleistungen, wie beispielsweise die Kurbeitragskontrolle schlau.

Die Bürgermeister Hannes Rasp von Schönau am Königsee und Franz Rasp vom Markt Berchtesgaden referierten unter anderem zu den Themen Verkehrslenkung, Parkplatzsituation und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Tourismusorten. In den anschließenden Diskussionen zeigte sich, dass die Probleme von touristisch geprägten Orten sehr ähnlich sind. Auch bei den Lösungsansätzen nutzen die Oberbayern und die Schwangauer die gleichen Instrumente, wie die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer.

Neue Bergbahn

Bei einer kurzen Fahrt auf den Jenner besichtigte die Schwangauer Delegation auch die neu gebaute Bergbahn. Diese bildet neben dem Königssee einen Touristenmagnet in Schönau am Königsee.

Am Nachmittag führte Herbert Gschoßmann, Bürgermeister der Gemeinde Ramsau, bei einer Wanderung durch die Wimbachklamm. Wegen der den Parallelen zur Schwangauer Pöllatschlucht fand ein Erfahrungsaustausch über die Verkehrssicherungspflichten im alpinen Gelände statt. Die mehrstündige Tour führte durch ein trockenes Flussbett direkt hinein in den Nationalpark Berchtesgaden. 

Dem umwelt- und menschenverträglichen Tourismus verpflichtet

Am Zielort Wimbachschloss berichtete Bürgermeister Gschoßmann über die Entwicklung seiner Gemeinde zum Bergsteigerdorf und der Philosophie, die dahinter steckt. Große Zustimmung gab es dabei von den Schwangauer Gemeinderäten. Denn auch die Schlössergemeinde hat sich einem umwelt- und menschenverträglichen Tourismus verpflichtet. Aufgrund der Ermunterung durch seinen Kollegen will Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke die Bewerbung als Bergsteigerdorf nochmals aufgreifen. Diese war beim ersten Versuch noch erfolglos.

Am Sonntagvormittag fand schließlich ein Fachgespräch mit Geschäftsführerin vom Berchtesgadener Land Tourismus, Dr. Brigitte Schlögel, statt. Sie erläuterte die organisatorische Neuordnung des Tourismus in der Region und den damit verbunden Markenprozess.

Abschließender Programmpunkt der Fahrt war eine Besprechung mit dem Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee, Peter Höß. Dabei ging es um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Zweitwohnungen und Zweitwohnungssteuer sowie Verkehrslenkung. „Der große und besondere Dank gilt meinen vier Kollegen und Frau Dr. Schlögel, die sich für den Schwangauer Gemeinderat mit großer Bereitschaft viel Zeit genommen haben“, freute sich Bürgermeister Stefan Rinke. „Wir haben bei dieser Fachinformationsfahrt viel erfahren und gelernt, was uns in Schwangau helfen kann.“

kb

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