Schloss Bullachberg hat eine neue Besitzerin

Schloss Bullachbeg gehört nun nicht mehr der Porsche AG, sondern Elisabeth von Elmenau, deren Pläne mit dem Areal konkreter werden. Foto: Archiv

Schwangau – Im Juni noch hatte der Schwangauer Gemeinderat über die Bauvoranfrage von Elisabeth von Elmenau für eine Nutzungsänderung des Bullachberges  diskutiert. In der jüngsten Sitzung beschlossen nun die Räte die Neuaufstellung des Bebauungsplans Bullachberg. 

War es am Anfang die Anfrage der Freifrau, die in Utting am Ammersee den Reichhof betreibt und nun den Bullachberg zu einem ökologischen Hof umbauen wollte, präsentierte sich Elisabeth von Elmenau diesmal bereits als Besitzerin des Bullachberges. Das Areal und das um 1900 gebaute gleichnamige Schloss hatte der Sportwagenhersteller Porsche vor Jahren erworben. Zwischenzeitlich war dann bekannt geworden, dass man in Zuffenhausen einen neuen Zweck, eventuell sogar einen Käufer für die Immobilie  suche, die man der verschuldeten Familien von Thurn und Taxis abgekauft hatte. Seinerzeit war ein Preis von mehr als vier Millionen Euro durch die Presse gegeistert, den Porsche erlösen wollte. 

Nun ging es darum, den ausgelegten und geänderten Bebauungsplan, vor allem die Einwendungen der beteiligten Behörden und Institutionen abzuwägen, aber auch noch einige Details einzuarbeiten, die sich aus einem Termin zwischen der neuen Besitzerin und Vertretern des Landratsamtes ergeben hatten. Detailliert hatte die Planerin Silke Drexler die Einwendungen protokolliert und versucht, mit Planänderungen auf diese einzugehen. Beziehungsweise, die Einwendungen  abzuwägen. Gegen den Aufhebungsbeschluss des alten B-Plans, der noch den Bau eines Hotels vorsah gab es keine Opposition. 

Dagegen monierten der Regionale Planungsverband  sowie das Landratsamt bei dem neu aufgestellten Plan vor allem die Zahl der Ferienwohnungen, die Wandhöhe und die Situierung des Stalls. Wie sich in den Abwägungen aber zeigte, teilweise zu unrecht, da die Planerin die Details ausgearbeitet hatte, die vor allem im Bezug zum Bestand so schon genehmigt sind. Auch Forderungen von weiteren Behörden und Ämtern, etwa nach Eingrünung der Paddocks, einer Drehung des Stallgebäudes oder den Verzicht auf Solaranlagen, um das in der Nähe gelegenen Königsschloss nicht zu beeinträchtigen, konnte Silke Drexler mit folgerichtigen Argumenten abwenden. Darüber hinaus hatte Drexler noch Details zur Nutzung der Gebäude eingearbeitet. Etwa wurde der Bestand an Garagen festgeschrieben, denn, so Drexler, würden die bestehenden beispielsweise abbrennen, dürften keine neuen gebaut werden. 

Dies wurde nun ebenso korrigiert, wie das Wohnrecht der Eigentümerin im Schloss selbst. Auch Details zur Einfriedung des Grundstückes und Ausgleichsflächen wurden geregelt. Nachdem es keine weiteren Einwendungen, auch nicht von Seiten der Bevölkerung gab, stimmten die Räte für die Neuaufstellung des Bebauungsplans sowie für die vierte Änderung des Flächennutzungsplans Bullachberg und die dazugehörige Abwägung, den Billigungs- und den Auslegungsbeschluss. gau

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