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Einstimmiger Beschluss des Schwangauer Gemeinderats

Klare Absage an Luxus-Hotel

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Festspielhaus-Eigentümer Manfred Rietzler will am Forggensee ein Fünf-Sterne-Hotel bauen. Der Schwangauer Gemeinderat spricht sich aber dagegen aus.

Schwangau/Füssen – Wenn es nach dem Schwangauer Gemeinderat geht, wird es mit dem von Manfred Rietzler beabsichtigten Bau eines neuen Fünf-Sterne-Hotels beim Festspielhaus nichts.

Einstimmig beschloss das Gremium am Montagabend, dem Projekt klipp und klar seine Zustimmung zu verweigern. In einer lebhaften Debatte hatten sich mehrere Ratsmitglieder vor der Abstimmung unmissverständlich und teils drastisch gegen den Hotel-Bau ausgesprochen. 

So hielt etwa ein Gemeinderat nicht mit seiner Meinung hinterm Berg, dass diese Planungen „für mich der reinste Horror“ sei. Nachdem ihm andere Ratsmitglieder in ihren Meinungsäußerungen im Großen und Ganzen sinngemäß beigepflichtet hatten, unterstrich Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) schließlich, dass sich an diesem Abend im Rat „ein einheitliches Stimmungsbild“ abgezeichnet habe. In der öffentlichen Sitzung hatte das Gemeindeoberhaupt zuvor den schriftlich festgehaltenen Sachverhalt vollständig vorgelesen und dabei unter anderem erwähnt, dass die Belange der Gemeinde Schwangau von der Planung berührt werden.

Das auf dem entsprechenden Bebauungsplan mit „Bei der Achmühle“ titulierte Vorhaben umfasst, wie bereits mehrfach im Kreisbote berichtet, den Bau eines 300-Bettenhauses sowie eines großflächigen Spa- und Wellnessbereichs und eines Tagungszentrums. Für die Umsetzung sind Aufschüttungen im Forggensee erforderlich. „Zudem müssen die Außenanlagen und Stellplätze nördlich des Festspieltheaters neu geordnet werden“, las Rinke vor und fügte hinzu: „Der Hotelgebäudekomplex soll eine Höhe von ca. 21 Metern und eine Länge von ca. 70 Metern haben. Das Tagungszentrum westlich des Festspieltheaters soll ca. zehn Meter hoch und ca. 43,50 Meter lang sein.“

"Horrorbau"

Damit reiche das Bauvorhaben im nordöstlichen Bereich in das Landschaftsschutzgebiet „Forggensee und benachbarte Seen“ und ein ausgewiesenes Biotop hinein. Zudem liege das Hotelprojekt in einem Überschwemmungsgebiet, führte der Bürgermeister weiter aus, was ein Ratsmitglied zu der Bemerkung veranlasste: „Hier wird ein Naturschutzgebiet mit Füßen getreten.“ Die Stadt Füsse möge „uns mit solch einem Horrorbau“ verschonen, appellierte ein weiterer Rat, während ein anderer kritisierte, dass „dieser Bau einfach nur hässlich“ und überdimensioniert sei. 

Mehrere Mitglieder des Gemeinderates bezweifelten darüber hinaus die Wirtschaftlichkeit des Hotel- und Tagungszentrumsbaus, womit sie die von Rinke vorgestellte Beschlussvorlage unterstrichen, in der es unter anderem heißt: „Eine sachliche Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit für den geplanten Hotelkomplex ist nicht gegeben.“ Vielmehr fehle demnach für positive Wechselwirkungen zwischen Festspielhaus und Luxushotel „eine wirtschaftliche Plausibilität.“ 

Außerdem, so steht es in dem Beschluss des Schwangauer Gemeindegremiums, würde das Orts- und Landschaftsbild des Forggensees „durch den geplanten großen Hotelkomplex am Seeufer erheblich beeinträchtigt und gestört.“ Daneben würde der Bau dort „zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr führen.“ 

Deshalb nahmen die Räte einstimmig den Beschlussvorschlag an, in dem klar zum Ausdruck gebracht wird, dass das Bauvorhaben mit den öffentlich-rechtlichen Bestimmungen von Natur- und Landschaftsschutz, Wasserrecht, Hochwasserschutz, Fischereirecht, Immissions- und Lärmschutz unvereinbar erscheint.

lex

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