Freude über neue Ausrüstung

Ein Winter mit viel Arbeit

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Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (hintere Reihe links), Tegelbergbahn-Geschäftsführer Frank Seyfried (hinten, 4.v.l.), Michael Keck von „Armins Sporthäusle“ (vorne, 2.v.l.) sowie die Schwangauer Bauamtsleiterin Christina Gerster mit den Mitgliedern der Lawinenkommission in ihren neuen Jacken.

Schwangau – Bei der Dienstbesprechung der Lawinenkommission Schwangau im Gasthof „Post“ blickte Obmann Georg Seel jetzt auf einen arbeitsintensiven Winter zurück. Zu 32 Beratungen trafen sich die ehrenamtlichen Mitglieder und leisten insgesamt 600 Einsatzstunden.

Bei der Untersuchung von sechs Schneeprofilen über die Saison wurde als Spitzenwert eine Schneehöhe von über zwei Metern gemessen. Die Kommission besteht aus 12 Mitgliedern. Christina Gerster und Hannes Bruckdorfer vertreten die Gemeinde Schwangau darin als Sicherheitsbehörde. In den Zuständigkeitsbereich der Lawinenkommission Schwangau gehören die Tegelbergabfahrt, die Jugendforstraße, die Fürstenstraße und der Rohrkopfweg. 

Obmann Georg blickte hinsichtlich dieser vier Strecken auf einen Winter mit viel Arbeit zurück. Denn im Dezember 2018 begann eine markante Kälteperiode, die bis Mitte Februar dauerte. Im Januar kamen sehr ergiebige Niederschläge, verbunden mit viel Wind dazu. Diese Umstände verursachten ein erhebliches Lawinenrisiko, das sich erst ab März entspannte. Im Zuständigkeitsbereich der Lawinenkommission waren überall und zum Teil mehrfach Lawinenabgänge festzustellen. 

Vor diesen Ereignissen waren die Wege und Abfahrten stets rechtzeitig auf Empfehlung der Kommission gesperrt worden. Durch Lawinensprengungen im Grüble konnten teilweise mittelgroße Lawinen am Tegelberg ausgelöst werden. Im Gemeindegebiet von Schwangau – aber außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Kommission – gab es im vergangenen Winter zwei Lawinenunfälle: ein Schneebrett im Bereich des Latschenkopf mit zwei beteiligten, aber unverletzten Personen, und eine Gleitschneelawine am Ochsenkopf mit sechs beteiligten Personen. Davon verletzte sich ein Mensch schwer, zwei Tourengeher verloren ihr Leben (der Kreisbote berichtete). 

Dank von Rinke 

Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke und Tegelbergbahn-Geschäftsführer Frank Seyfried bedankten sich bei allen Mitgliedern für Ihren großen Einsatz. Grundvoraussetzung für diesen ist jedoch eine geeignete Schutzausrüstung für die Mitglieder der Kommission. Deswegen schafften Gemeinde und Bergbahn neue Jacken und Hosen für die ehrenamtlichen Helfer an. „Die Kommission hat nach ruhigeren Jahren im extremen Lawinenwinter 2018/19 hervorragende Arbeit geleistet", sagte Bürgermeister Rinke. „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionierte reibungslos und sehr professionell. Für die kommende Saison hoffen wir auf eine entspannte Lage ohne Unfälle,“ lautete Stefan Rinkes abschließendes Fazit.

kb

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