"Eine große Herausforderung"

Schwangauer Faschingsverein ehrt das Kinderhospiz St. Nikolaus mit Orden und Spende

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Steffi Kiefer vom Faschingsverein (links) zeichnet am Samstagabend das Kinderhospiz St. Nikolaus, vertreten durch Simone Pschorn (Mitte) und Brigitte Waltl-Jensen mit dem Orden „It viel rede ebbas due“ aus.

Schwangau – „It viel rede ebbas due“, heißt der Orden des Faschingsvereins, der alljährlich an Personen oder Institutionen verliehen wird, die sich durch ihr Handeln mehr als durch Reden hervorgetan haben. Am vergangenen Samstag bedachte der Verein das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach mit dem Orden und einer Geldspende.

Einmal im Jahr in eine andere Rolle schlüpfen, die Alltagssorgen vergessen, tanzen, lachen und nicht an morgen denken. „Farbig, bunt und voller Fröhlichkeiten geprägt, dafür steht der Fasching“, sagte Steffi Kiefer. Aber auch wenn der Schwangauer Elferrat die Faschingssaison für die Feiernden so lustig wie möglich gestalten wolle, wisse er um die Ernsthaftigkeit der Realität. Nicht jeder könne, so die zweite Präsidentin, mit derselben Leichtigkeit und Fröhlichkeit den Fasching feiern, denn hinter all dem Trubel stehe das Leben und der Alltag. Und dieser sei für manche Menschen durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn geraten. 

„Beim Feste feiern sind sie alle gerne da; beim Helfen kommen schon weniger; beim Verantwortung übernehmen sind es nur noch einzelne.“ Und wenn es darum gehe, für einen kranken Menschen in einer schweren Zeit wirklich da zu sein, dann bleibe oft nur noch einer übrig. 

Die Mitglieder des Elferrats machten sich alljährlich Gedanken über den Empfänger des Ordens. Heuer sei die Wahl auf eine besondere Institution gefallen, die außerdem dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert: das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. 

Die Einrichtung ist für todkranke Kinder und ihre Familien da und begleitet sie ein Stück auf einem besonders schweren Weg. „Mit jemanden gemeinsam das letzte Stück seines Weges zu gehen, ist eine große ehrenamtliche Herausforderung“, so Kiefer. „Die ständige Auseinandersetzung mit Krankheit fordert ein großes Maß an menschlicher Kraft und persönlichem Einsatz von den Helfenden, besonders, wenn es sich um ein unheilbar krankes Kind handelt.“ 

Das Hospiz sei für viele Familien im Allgäu eine große Unterstützung, in dieser schweren Zeit nicht allein gelassen und umsorgt zu werden. Da das Hospiz nicht vollumfänglich staatlich unterstützt wird und deshalb auf Spenden angewiesen ist, überreichte Kiefer mit dem Orden an Simone Pschorn und Brigitte Waltl-Jensen auch eine Geldspende aus dem Verkauf des Programmheftes.

gau

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