Wahlkampf und Ferienwohnungen

Schwangauer Narren stürmen das Füssener Rathaus

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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.
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Der Faschingsverein Schwangau stürmt zusammen mit den Schindauern und dem Faschingsverein Helen das Füssener Rathaus.

Füssen – Obwohl erst im März ein neuer Bürgermeister gewählt wird, hat das Füssener Rathaus bereits am Faschingsdienstag einen neuen Chef bekommen. Zumindest für 24 Stunden. Denn der Faschingsverein Schwangau stürmte zusammen mit den Ratsherren der Schindau und dem Faschingsverein Helen das Gebäude.

Lautstark angeführt von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle zog das Schwangauer Prinzenpaar, Ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisa I. und Seine Tollität Prinz Benedikt II., gefolgt von ihrem Hofstaat, der Prinzengarde, den Ratsherren der Schindau und Vertretern des amerikanischen Faschingsvereins Helen in den Großen Sitzungssaal des Füssener Rathauses ein. Der Chef des Hauses, Paul Iacob (SPD), stand schon bereit und übergab dem Prinzenpaar den Rathausschlüssel. Dort, wo sonst der Füssener Stadtrat tagt, frotzelte Iacob, dass er manchmal froh wäre, wenn die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle so manchen Wortschwall der Stadträte lautstark unterbrechen könnte. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass es heuer sein letzter Fasching in diesen Räumen sei, was ein mitfühlendes „Oh“ bei den Narren heraufbeschwor. 

Das Prinzenpaar und die Narren des Faschingsvereins Helen ehrten daraufhin Iacob und seine Frau Iris mit Orden, ehe Thomas Schinagl, erster Bürgermeister der Gemeinde Schindau, auf die gemeinsame Zeit zurückblickte. Nachdem Iacobs Vorgänger den Rathaussturm eingeführt hatte, setzte der amtierende Bürgermeister diese Tradition fort – auch wenn er unter dem „fulminanten Sparzwang der Stadt Füssen“ auch schon einmal auszufallen drohte. Höhepunkt war, als das Bier ausging. Doch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung holten aus den tiefsten Katakomben des Klosters noch die Notreserven hervor. 

„Wie geht es weiter unter Pauls Nachfolger?“, fragte sich Schinagl. „Das kann auch eine Frau sein.“ Doch die werde der Paul sicherlich nicht wählen. Bleiben nur zwei Alternativen. Denn die Schindau habe ihre fünf Kandidaten der Schindauer Einheitsbrei Partei (SEP) wieder zurückgezogen, „obwohl dem Paul und seiner Frau jeder mehr zugesagt hätte“, scherzte Schinagl. 

Für den Ratsherrenchor war allerdings klar, dass nun eine Frau das Zepter im Füssener Rathaus übernehmen müsse. Schließlich gehe es Männern nur um die Macht, was man an Erdogan, Trump oder Johnson sehe, besangen sie im umgedichteten Lied „Männer sind Schweine“. Danach gingen sie auf das CSU-Infanterieregiment ein und zogen die derzeit hippe vegane Ernährungswelle durch den Kakao. Und auch Iacob und seine Ehefrau bekamen ihr Fett ab. Auf die Melodie „Hey, Pippi Langstrumpf“ gingen sie auf dessen geplante Ferienwohnungen ein und kamen zu dem Schluss „Hey, Iris Iacob, du machst was dir gefällt.“

kk

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