Vom Berg in die Stadt

Tegelbergbahn versteigert alte Gondeln – 28.000 Euro gehen an soziale Zwecke

Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (v.l.), Katrin Heller-Breer, Vorsitzende Hospizverein Südliches Ostallgäu, Peter Helmer sowie Tegelbergbahn-Geschäftsführer Frank Seyfried
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Bei der symbolischen Schlüsselübergabe freuen sich Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (v.l.), Katrin Heller-Breer, Vorsitzende Hospizverein Südliches Ostallgäu, Peter Helmer sowie Tegelbergbahn-Geschäftsführer Frank Seyfried über die gelungene Auktion.
  • vonMatthias Matz
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Schwangau – Seit über 50 Jahren transportiert die Schwangauer Tegelbergbahn Wanderer, Skifahrer, Drachenflieger und Wintersportler auf die 1707 Meter hoch gelegene Bergstation. Nun investierte sie in neue Fahrgastkabinen und versteigerte die ausgedienten für den guten Zweck. Am Dienstag fand die Übergabe statt.

In einer bundesweiten Auktion von Ende Januar bis Mitte Februar kamen die alten Fahrgastkabinen unter dem Hammer. Neben der Josef und Luise Helmer GmbH & Co aus Schwangau konnte auch das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg eine der ausgedienten Gondeln ersteigern. Insgesamt kamen auf diese Weise über 28.000 Euro zusammen, die dem Hospizverein Südliches Ostallgäu, Füssen und dem „Unterstützungsfond Schwangauer Miteinand“ zugute kommen.

Eine Gondel bleibt in Schwangau

Peter Helmer war es ein Anliegen, dass zumindest eine Gondel in Schwangau bleibt. „30 Jahre Dienst am Tegelberg spiegelt 30 Jahre touristischer Entwicklung im Füssener Land wider“, so der Campingplatzbetreiber vom Bannwaldsee. Zunächst soll die Gondel einen Platz auf dem Campingplatz erhalten, wird aber später einmal zu einem Fahranhänger aufgerüstet. Vor allem regionale Produkte aus Schwangau möchten die Helmers darin auf überregionalen Messen und Ausstellungen wie der Allgäuer Festwoche in Kempten verkaufen.

Für das Haus der Bayerischen Geschichte, die die zweite Gondel ersteigern konnte, wird sie als Vorführraum für einen Film dienen. In dem Regensburger Museum beschäftigt man sich mit den sich verändernden klimabedingten Bedingungen für den Wintersport in Bayern. Hierüber wird in einiger Zeit ein Film zu sehen sein und die Fahrgastkabine, die 44 Personen Platz bietet, bildet den passenden Rahmen dazu.

Hintergrund der Aktion ist, dass die Bahn die Gondeln nach 30 Jahren im Einsatz gegen neue austauschen musste. „Da die neuen Gondeln für die Bahn nicht auf Knopfdruck zur Verfügung stehen, mussten wir die im vergangenen Frühjahr bereits bestellen“, sagte Frank Seyfried, Geschäftsführer der Tegelbergbahn GmbH & Co.KG.

hh

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