Feierliches Gedenken

Schwangauer Veteranen feiern Jahrestag und Jubiläum der Patenschaft mit den Gebirgsaufklärern

Soldaten am Gebirgsjägerbrunnen in Schwangau.
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Feierliche Atmosphäre: Am Schwangauer Gebirgsjägerbrunnen gedenken die Teilnehmer den gefallenen Soldaten.

Schwangau – Viele Teilnehmer fanden sich jetzt vor dem Rathaus ein, um zur Messe anlässlich des Jahrestages der Veteranen- und Soldatenkameradschaft zu ziehen.

Pfarrer Christian Wolf, der erst dieser Tage die Pfarreiengemeinschaft Forggensee übernommen hatte, stellte die Fragen, ob solche Traditionen beibehalten werden sollten, ob Deutschland noch Soldaten braucht, ob deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt werden sollten und ob Patenschaften zwischen Einheiten der Bundeswehr und Gemeinden nötig sind. Denn mit dem Jahrestag der Veteranen- und Soldatenkameradschaft Schwangau war auch die Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Patenschaft zwischen der Gemeinde Schwangau und der 1. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus Füssen verbunden. Nach Aussage des neuen Pfarrers müssen all diese Fragen mit „ja“ beantwortet werden, damit Deutschland weiterhin ein Leben in Frieden, Freiheit und Sicherheit führen könne.

Nach der Messe legten der 1. Vorsitzende Peter Bardzinski und Willi Röck für die Angehörigen der ehemaligen 2. Marine-Unteroffiziervorschule Hohenschwangau Kränze zu Ehren aller gefallener Soldaten am Ehrenmal der Gemeinde nieder. Dazu gab es drei Schuss Ehrensalut aus der Böllerkanone sowie das Lied „Der gute Kamerad“ von der Schwangauer Musikkapelle.

Auf dem Rückmarsch intonierte die Musikkapelle bei einem Halt am geschmückten und durch brennende Fackeln eingerahmten Gebirgsjägerbrunnen im Kröb mehrere Märsche. Die zahlreichen Gäste, die sich dort eingefunden hatten, gaben der anrührenden Szene einen würdigen Rahmen.

Anschließend fand im „Neuschwansteinsaal“ des „Schlossbrauhauses“ ein geselliger Abend statt, den die „Schwangauer Brotzeitmusi“ musikalisch begleitete. Thema des Abends war vor allem die seit nunmehr zehn Jahren bestehende Patenschaft zwischen der Gemeinde und der 1./230. Um diese zu feiern, waren nicht nur der Schwangauer Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) und sein Vorgänger Reinhold Sontheimer gekommen, sondern auch mehrere Mitglieder des Gemeinderats sowie Pfarrer Wolf.

Viele gemeinsame Unternehmungen

Seitens der Bundeswehr nahm der Kommandeur des GebAufKlBtl 230, Oberstleutnant Michael Bertram an der Veranstaltung teil. Zwei Kompaniechefs, die in dieser Zeit diese Kompanie geführt hatten, waren außerdem eigens zu diesem Anlass von weit her angereist. Bürgermeister Rinke und der Chef der 1./230, Major Andreas Bille, wiesen in ihren Reden auf die zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen der Kompanie mit der Gemeinde hin. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle des „Spießes“ der Kompanie, Oberstabsfeldwebel Frank Rüppel, der wesentlich dazu beitrage, dass diese Patenschaft wie kaum eine zweite stets lebendig bleibe. Zum Abschluss überreichte Major Bille der Veteranen- und Soldatenkameradschaft ein Fahnenband.

Nach einhelliger Meinung der fast 90 Teilnehmer, die alle die 3-G-Regel einhielten, war dieser Jahrestag eine ausgesprochen würdige Veranstaltung, die unter allen Umständen im Jahreskalender der Veteranen- und Soldatenkameradschaft und der Gemeinde ihren Platz behalten müsse.

kb

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